
Von Doris Sannert
Grömbach. Rund 400 000 Euro soll die Sanierung des Kindergartengebäudes in Grömbach kosten. Wenn alles gut läuft, können die Bauarbeiten im Januar beginnen.
Das aus der Mitte der 1950er-Jahre stammende ehemalige Schulhaus erhielt vor einiger Zeit neue Fenster. Doch die sind für Kindergartenkinder viel zu hoch. Der Blick in den Garten blieb den Kleinen verwehrt. Aber auch sonst war vieles für den Kindergartenalltag nicht optimal. Der lange Flur nahm zu viel Platz ein; die früheren Klassenzimmer waren für die Arbeit in Kleingruppen zu groß.
Jetzt soll der bisherige Eingangsbereich zum Garderobenbereich umgebaut werden. In der Mitte des Gebäudekomplexes entsteht ein neuer Haupteingang. Der lange Flur wird verkürzt. Die Klassenräume erhalten Flügeltüren und können so von kleinen und großen Gruppen besser genutzt werden.
Die Toilettenanlagen werden in den vorderen Bereich des Kindergartens verlegt, denn den hinteren, ruhigeren Teil wird eine Kleinkindgruppe beziehen. Dafür sind Ruhe- und Schlafräume und ein Wickelbereich erforderlich. Ein Zugang zum Neubau schafft zusätzlichen Raum. Damit die Kinder künftig auch in die Landschaft blicken können, wird ein Teil der Fenster nach unten verlängert.
Bürgermeister Peter Seithel freut sich, dass es endlich losgeht. Eigentlich sollten Umbau und Sanierung längst erledigt sein. Doch der Zuschussbescheid ließ auf sich warten.
Stadt Altensteig trägt Teil der Baukosten
Einen Teil der Baukosten wird die Stadt Altensteig übernehmen. Die Gesamtkosten werden auf die Kindergartenkinder aus Grömbach und Garrweiler umgelegt. 21 450 Euro gibt es als Zuschuss aus dem Topf "Klimaschutz Plus" für die Verbesserung des Wärmeschutzes, der den CO2-Ausstoß pro Jahr um 14,3 Tonnen reduzieren wird. 7000 Euro bekommt die Gemeinde pro geschaffenem Kleinkrippenplatz noch dazu.
Die Gemeinde rechnet mit einer Bauzeit von drei Monaten. In dieser Zeit werden die Kinder ins evangelische Gemeindehaus umziehen. Das hat der Gemeinderat jüngst beschlossen. Dort stehen zwei Gruppenräume, eine Teeküche, Toiletten und selbst der große Gemeindesaal zur Verfügung. Einen Umzug ins neue Lindenforum lehnten die Räte ab: Zu groß sei der Lärm auf der nahen Baustelle und zu groß die Gefahr durch den an- und abfahrenden Lieferverkehr. Ein Umzug in den Neubau hätte zudem bedeutet, dass alle anderen Gruppen die Halle für die Dauer des Kindergartenumbaus nicht hätten nutzen können.