Von Doris Sannert

Grömbach. Statt einer negativen Zuführungsrate standen der Gemeinde Grömbach im vergangenen Jahr 80 314 Euro für Investitionen zur Verfügung. Bürgermeister Peter Seithel bezeichnete das Rechnungsergebnis daher als "sehr erfreulich".

Dem Gemeinderat präsentierte er das Zahlenwerk, das ein Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro umfasst. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen davon 1,2 Millionen Euro, auf den Vermögenshaushalt rund 500 000 Euro.

Wichtigste Einnahmequellen waren die Schlüsselzuweisungen vom Land mit 245 221 Euro und der Einkommenssteueranteil mit 230 788 Euro. Die Holzerlöse betrugen aufgrund eines höheren Holzeinschlags 85 147 Euro und damit 34 647 Euro mehr als erwartet. Mit 63 295 Euro spülte auch der Wasserzins Mehreinnahmen in Höhe von 6282 Euro in die Gemeindekasse. An Kindergartenbeiträgen flossen 17 457 Euro. Die Gewerbesteuer betrug im vergangenen Jahr gerade einmal 5449 Euro und damit 11 750 Euro weniger als erwartet.

Zu den größten Ausgabeposten zählten in Grömbach neben den Personalkosten in Höhe von 268 824 Euro vor allem die Kreisumlage mit 208 491 Euro und die Finanzausgleichsumlage mit 126 238 Euro.

Dass nicht 18 270 Euro vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt zurückfließen mussten, sondern 80 314 Euro für Investitionen übrig blieben, das hatten weder Bürgermeister Seithel noch die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft, Carola Reichert, erwartet. Denn 2011 waren für den Bau des kommunalen Gemeinschaftsraums, dem heutigen Lindenforum, 146 762 Euro, sowie 20 538 Euro Planungskosten für die Sanierung des Kindergartens in den Haushalt eingestellt. Da aber der gesamte Zuschuss in Höhe von 407 600 Euro für den Bau des Lindenforums noch im selben Jahr in die Kasse floss, fiel das Rechnungsergebnis entsprechend positiv aus.

Weitere Einnahmen im Vermögenshaushalt waren 11 522 Euro als pauschale Zuweisung vom Land für Straßensanierungen. Für den Kauf von Waldgrundstücken gab die Gemeinde dagegen 3500 Euro aus.

Aus der positiven Zuführungsrate und den hohen Zuschüssen ergab sich im Vermögenshaushalt ein Überschuss von 222 844 Euro, der die Allgemeinen Rücklagen auf über 1,7 Millionen Euro ansteigen lässt. Weitere 21 121 Euro befinden sich in einer Sonderrücklage. Die Gemeinde Grömbach bleibt mit diesem Rechnungsergebnis auch weiterhin schuldenfrei.