Die Erkältung – Volkskrankheit Nummer eins in Deutschland. Erwachsene erkranken durchschnittlich etwa zwei- bis dreimal im Jahr.

Es gibt etwa 200 verschiedene Virusarten, die einen grippalen Infekt hervorrufen, wie zum Beispiel Rhino-, Adeno- oder Coronaviren. Eine Schutzimpfung gegen den grippalen Infekt ist deshalb nicht möglich. Die Vielzahl an unterschiedlichen Erregern erklärt auch, warum man während eines Jahres immer wieder neue Erkältungen bekommen kann. Die Viren werden meist durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Niesen oder Husten übertragen.

Grippaler Infekt - Symptome

Das Virus greift die Atemwege an; Nasen- und Rachenschleimhaut schwellen an und produzieren vermehrt Sekret. Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit sind die Folgen. Das Abwehrsystem des Körpers wird aktiviert, und es kommt zu den typischen Allgemeinbeschwerden wie Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber. Ist das Immunsystem schon geschwächt, wird die Ausbreitung der Viren zusätzlich begünstigt.

Grippaler Infekt - Behandlungsmöglichkeiten


Bei einem grippalen Infekt lässt sich der Krankheitsverlauf meistens durch unterstützende Maßnahmen wie Ruhe, ausreichend Schlaf oder „Hausmittel“ wie Inhalieren oder fiebersenkende Wickel günstig beeinflussen, ohne dass ein Arzt aufgesucht werden muss. Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung können pflanzliche Immunstimulanzien wie z.B. Echinacea (Roter Sonnenhut) zur Aktivierung der Abwehrkräfte beitragen. Bei Kindern ist hier allerdings aufgrund ihres sich erst entwickelnden Immunsystems Zurückhaltung geboten. Die so genannte symptomatische Behandlung richtet sich danach, welche Beschwerden vorliegen. So sollte ein fest sitzender Husten mit einem schleimlösenden Mittel behandelt werden, eine verstopfte Nase mit abschwellenden Nasentropfen. Die entsprechenden Präparate sowie Informationen zu ihrem Gebrauch sind in der Apotheke erhältlich.

Wann zum Arzt?

Bei abrupt einsetzenden oder aber länger anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dies gilt vor allem bei

  •     hohem Fieber oder Schüttelfrost,
  •     sehr starken Einschränkungen des Allgemeinbefindens,
  •     Husten mit grünlich bis gelbem Auswurf (Hinweis auf bakterielle Infektion),
  •     Ohrenschmerzen


und insbesondere für folgende Personengruppen:

  •     Säuglinge und Kleinkinder,
  •     geschwächte oder ältere Patienten,
  •     Schwangere,
  •     Patienten mit bestehender Grunderkrankung (z. B. Diabetes, Herzinsuffizienz, Asthma).


Grippaler Infekt - Prävention / Vorbeugung

Erkältungskrankheiten sind nicht gänzlich vermeidbar. Mit folgenden einfachen Maßnahmen lassen sich jedoch die Infektionsrisiken mindern und die eigenen Abwehrkräfte stärken:

    Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, damit der Körper abgehärtet wird.
    Unterstützen Sie Ihre Immunabwehr mit einer gesunden vitamin- und ballaststoffreichen Ernährung.
    Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.
    Gehen Sie Stresssituationen aus dem Weg.
    Meiden Sie den körperlichen Kontakt zu Menschen, die erkrankt sind.
    Sorgen Sie in Räumen für ausreichende Luftfeuchtigkeit, damit die Schleimhäute nicht austrocknen.
 

 
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