Glatten. Die EnBW Kraftwerke AG macht das Wasserkraftwerk Bettenhausen fit für die nächsten Jahrzehnte regenerativer Stromerzeugung. Seit Anfang August wird das Lauterwehr in Glatten, Bestandteil des Wasserkraftwerks Bettenhausen, saniert. Dabei werden laut Mitteilung des Unternehmens die integrierten Schützen und Klappen, die dem Aufstau der Lauter dienen, komplett erneuert. Ein kleiner "Fischpass" ermöglicht Kleinstlebewesen künftig eine leichtere Durchwanderung der Lauter, und eine neue Dammscharte dient als zusätzliche Schutzvorrichtung vor Hochwasser.

Die Baustelle liegt südlich vom Naturerlebnisbad Glatten und hat eine eigene Zufahrtsstraße entlang dem Glatt-Lauter-Kanal. In die Modernisierung investiert das Unternehmen rund 650 000 Euro.

Die Sanierung des Lauterwehrs ist eine von mehreren Baumaßnahmen, die die EnBW Kraftwerke AG am Wasserkraftwerk Bettenhausen ausführt: In Kooperation mit der Gemeinde Glatten wurde bereits Mitte 2012 die Brücke über den Glatt-Lauter-Kanal in der Niederhofer Straße neu gebaut. Außerdem wurde das Glattwehr neu errichtet. Die Arbeiten sind abgeschlossen. Das Wasser wird an beiden Wehren gestaut und über einen Stollen der Heimbachsperre bei Sterneck zugeführt. Dadurch kann der Hochwasserabfluss verbessert werden, so das Unternehmen. Mit neuen Fischpässen werden Glatt und Lauter wieder durchgängig gemacht. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass später eine ausreichende Mindestwassermenge zur ökologischen Verbesserung in den Mutterbetten der Glatt und der Lauter verbleibt.

Das Wasserkraftwerk Bettenhausen erzeugt jährlich Strom für 4 700 Menschen.