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Glatten Der Grundstein für die U3-Betreuung

Schwarzwälder-Bote, vom 20.12.2011 20:43 Uhr
Die neue und erweiterte Konzeption für den Kindergarten Glatten überreichte die kommissarische Kindergartenleiterin Claudia Eisele in einer Feierstunde an den stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Rath (Mitte) und an Pfarrer Johannes Götschke. 
Foto: Ade Foto: Schwarzwälder-Bote
Die neue und erweiterte Konzeption für den Kindergarten Glatten überreichte die kommissarische Kindergartenleiterin Claudia Eisele in einer Feierstunde an den stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Rath (Mitte) und an Pfarrer Johannes Götschke. Foto: Ade Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Uwe Ade

Glatten. "Hurra, wir haben es geschafft!", freute sich Claudia Eisele, kommissarische Leiterin des evangelischen Kindergartens Glatten, mit ihrem Team bei der Feier zur Übergabe der neuen Konzeption. Diese ist Voraussetzung für die Betreuung unter Dreijähriger.

Sehr detailliert ist im mehr als 40-seitigen Werk die Kindergartenarbeit in Glatten beschrieben. Darin sind die Leitgedanken und das religionspädagogische Konzept ebenso verankert wie die Rolle der Erzieherinnen, Bildungs- und Entwicklungsziele, der Tagesablauf, Raumkonzepte und die Zusammenarbeit mit der Kirche, im Team, mit den Eltern und mit Institutionen.

Pfarrer Johannes Götschke begrüßte zur feierlichen Übergabe der Kindergartenkonzeption im Gemeindehaus neben dem Kindergartenteam mit Claudia Eisele an der Spitze auch den stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Rath, Gemeinderäte, Kirchengemeinderäte sowie Elternvertreter. Götschke wies darauf hin, dass der Kindergarten 2012 75 Jahre alt wird. Das Jubiläum werde im September gefeiert.

Grüße von Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer und von der Gemeinde überbrachte Ulrich Rath. "Unser höchstes Gut sind die Kinder, denn ohne sie gibt’s keine Zukunft", sagte Rath und versicherte, dass der Kindergarten der Gemeinde sehr am Herzen liege. Rath freute sich, dass mit der neuen Konzeption der Grundstein für die Kinderkrippe mit Betreuung unter Dreijähriger gelegt wurde. Zum umfassenden Werk betonte er: "Ganz entscheidend ist das, was Sie draus machen."

Pfarrer Götschke erinnerte daran, dass die Konzeption in kleinerer Form bereits im Mai dem Gemeinderat vorgestellt worden war. "Jetzt präsentieren wir stolz diese ausgearbeitete ausführliche Konzeption", verwies er auf das Qualitätshandbuch. Er dankte allen, die daran mitgearbeitet hatten, und überreichte Geschenke an das Team sowie an Fachberaterin Susanne Finis. Alle Versammelten stimmten das auch in der Konzeption enthaltene Lied "Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen" an. "Darin sind unsere Anliegen sehr gut zusammengefasst", sagte Götschke.

Druckfrische Konzeptionen überreichte Claudia Eisele an Ulrich Rath, Johannes Götschke, Kirchengemeinderatsvorsitzenden Erwin Dölker, Nadja Hermann vom Elternbeirat und an die bei der Erstellung begleitende Fachberaterin Susanne Finis vom Kirchenbezirk Freudenstadt. Eisele betonte, dass die Konzeption die pädagogische Arbeit in der Öffentlichkeit transparent und verständlich mache. Dadurch hätten Eltern vor der Aufnahme ihres Kindes die Möglichkeit, sich mit der Arbeitsweise und den Schwerpunkten im Kindergarten Glatten vertraut zu machen. Gleichzeitig diene die Konzeption als Leitfaden für das gesamte Team und biete neuen Mitarbeiterinnen Orientierung. Dies sei sicher auch für die neue Kindergartenleiterin Margret Meier, die im kommenden Jahr ihre Arbeit aufnimmt, eine Hilfe, um sich schnell zurecht zu finden.

Die erweiterte Konzeption ist Voraussetzung für die Einrichtung einer Kinderkrippe, in der Kinder unter drei Jahren betreut werden. Aufgrund der veränderten Rechtsgrundlage haben ab 2013 auch Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Platz im Kindergarten. Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde als Träger des Kindergartens und von der bürgerlichen Gemeinde hatten sich im Vorfeld mehrmals zu Gesprächen getroffen, um diese U3-Betreuung auch am Kindergarten in Glatten umzusetzen. Mit der Konzeption steht nun der Planung der Kinderkrippe nichts mehr im Wege.

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