
Glatten - Auf dem Gelände des vor Jahren abgebrannten Sägewerks Schillinger soll ein großes Solarfeld errichtet werden. Der Gemeinderat Glatten stimmte der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zu.
Zu diesem geplanten Solarfeld liegt bereits ein zustimmender Gemeinderatsbeschluss vom Mai 2007 vor. Der Investor hat jetzt einen Antrag auf Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Rötenäcker gestellt.
Planer Gebhard Gfrörer stellte die im Auftrag des Gemeindeverwaltungsverbands Dornstetten und der Gemeinde Glatten erstellten Planunterlagen dem Gemeinderat vor. Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan mache Sinn, meinte er. In einem Vertrag wird festgelegt, innerhalb welcher Zeit das Vorhaben vom Investor zu realisieren ist.
So soll auf dem 1,4 Hektar großen Gebiet des ehemaligen Sägewerks ein Solarpark entstehen. Ein Großteil der Fläche wird laut Plan mit stationären Modulen bestückt – insgesamt sind 42 000 Quadratmeter Modulfläche geplant. Das ergibt laut Gfrörer eine Leistung der Gesamtanlage von bis zu 700 Kilowatt Peak. Zudem soll eine Halle gebaut werden. Durch die neue Nutzung werde eine Rekultivierung der Gewerbebrache erfolgen. Unter den Modulen sei eine extensive Wiese vorgesehen, wodurch auch eine Verbesserung im Oberflächenwasserbereich zu erwarten sei.
Es sei "sehr erfreulich, dass sich jetzt da draußen was bewegt", freute sich Ratsmitglied Ulrich Rath. Das Vorhaben sei eine "gute Sache". "Das Teil passt da hin, besser könnt es nicht kommen", meinte Gemeinderat Hans-Martin Trik, und auch Werner Reich war angetan: "Optisch würde es das Gelände erheblich aufwerten."