Von Gabriele Adrian

Glatten. Was die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie angeht, ist ein Großteil der rechtlich notwendigen Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Glatten bereits seit dem Jahr 2003 abgeschlossen, wie Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer in der Sitzung des Gemeinderats erläuterte.

Lediglich ein kleiner Bereich im Bachbett der Glatt fehle noch, um den Vorschriften komplett gerecht zu werden. Es handelt sich um die Beseitigung von Sohlstufen in der Glatt im Bereich Altes Wehr bei der Firma Schmalz sowie von Schwellen oberhalb der Lombacher Straße und weiteren Schwellen unterhalb der Brücke Wittendorfer Straße. Die geplanten Maßnahmen in Höhe von geschätzten 63 000 Euro werden zu 70 Prozent vom Land getragen, sodass auf die Gemeinde ein Betrag von knapp 19 000 Euro entfallen wird.

Eine große Zahl von Gemeinderäten stimmte der Auftragsvergabe an den günstigsten Anbieter zu, lediglich der Ortsvorsteher von Neuneck, Walter Glunk, beurteilte die Maßnahme als "völlig unnötig". "Unsere Glatt ist ein gutes Gewässer und gut durchgängig", betonte er. Der Antrag wurde bei zwei Gegenstimmen angenommen.

Für den Bauantrag der Firma Schmalz, ein Wohnhaus in Glatten in der Aacher Straße als Kindertagespflege-Einrichtung umzubauen, war eine Nutzungsänderung notwendig, der der Glattener Gemeinderat einstimmig zustimmte.