Von Wolf-Ulrich Schnurr Geislingen. Es ist der letzte Entwurf eines städtischen Haushaltsplans, der in Geislingen unter der Federführung von Kämmerin Sandra Kiesel entstand. Heute wird dieser im Gemeinderat eingebracht.2013 soll sich nach diesem Entwurf die Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen: Geislingen nimmt baut seine Schulden ab, nimmt keine neuen Kredite auf, und trotzdem wird in die örtliche Infrastruktur investiert.

Der Vermögenshaushalt, der alle das Vermögen einer Kommune verändernden Einnahmen und Ausgaben enthält, soll im kommenden Jahr rund 4,49 Millionen Euro umfassen. Das sind noch einmal 400 000 Euro mehr als 2012. Mit dem Abschluss des "Harmonie"-Umbaus, dem Zuschuss zur Sanierung des Kindergartens St. Michael, der Erlaheimer Kulturscheune, dem Heimatmuseum im Binsdorfer Rathaus, Straßensanierungen und weiteren Vorhaben hat sich die Stadt wieder einige Investitionen vorgenommen. Der Gesamthaushalt hat deshalb ein Volumen von mehr als 16,8 Millionen Euro.

Die Projekte sollen nicht auf Pump finanziert werden. Zum einen kommen aus dem Verwaltungshaushalt knapp 1,5 Millionen Euro. Zum anderen greift die Stadt wieder in die Spardose: 1,92 Millionen Euro für Investitionen stammen aus den allgemeinen Rücklagen. Damit verblieben Geislingen nach momentaner Planung rund 2,5 Millionen auf der hohen Kante.

Jeder Geislinger mit 254 Euro in der Kreide

Sinken sollen die Schulden der Stadt: Von zuletzt 1,58 auf dann 1,52 Millionen Euro. Die knapp 6000 Geislinger Bürger ständen dann mit jeweils rund 254 Euro in der Kreide – etwa zehn Euro weniger als 2012.

Bei der Wasserversorgung ist ein doppeltes Plus vorgesehen: Der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs weist einen Jahresgewinn von rund 98 000 Euro aus, die Schulden sollen um etwa 56 000 Euro sinken.