Von Wolf-Ulrich Schnurr

Geislingen. Seit April laufen die Vorbereitungen für ein soziales Netzwerk im Geislinger Stadtgebiet. Dieses soll wie geplant im kommenden Frühjahr anlaufen."GEB-s" soll der Name des Netzwerks lauten. Dieses Akronym steht für "Geislingen, Erlaheim, Binsdorf – sozial".

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Eberhard Wiget, Vorstandsmitglied des für das Projekt federführenden Fördervereins Altenhilfe, den gewählten Bürgervertretern das Konzept vor, nach dem das Netzwerk arbeiten soll. Vorgesehen sind zu dessen Koordination eine Geschäftsstelle in Geislingen sowie Zweigstellen in Erlaheim und Binsdorf als Anlaufpunkte für Helfer und Hilfesuchende ("Kunden"). Passende Räume werden jetzt gesucht – für deren materielle Ausstattung werden etwas mehr als 4000 Euro veranschlagt. Von dort aus sollen Mitarbeiter als Vermittler zwischen Menschen fungieren, die Unterstützung in verschiedenen Bereichen benötigen (siehe Info), und solchen, die entsprechende Hilfe anbieten.

Angesetzt sind für solche Dienstleistungen in dem von einer Arbeitsgruppe erstellten Konzept 7,50 Euro, wovon 1,50 Euro an GEB-s gehen. Dieser Betrag reicht laut Wiget nicht zur Finanzierung der Arbeit des Netzwerks – für den laufenden Betrieb sind momentan jährlich rund 16 000 Euro vorgesehen.

Deshalb sollen die Kooperationspartner – weltliche und kirchliche Gemeinden sowie der Förderverein – Mittel zuschießen. Dabei sieht das Konzept vor, dass die Stadt 1,50 Euro je Einwohner bezahlt, die Kirchen 50 Cent je Gemeindemitglied und der Förderverein einen monatlichen Beitrag von 300 Euro.

Im Frühjahr soll nun der Kooperationsvertrag geschlossen werden und das Netzwerk seine Arbeit aufnehmen. Hunderte Anfragen werde es im ersten Jahr wohl nicht geben, glaubt Wiget. Aber die ersten Helfer hätten sich schon gemeldet. So könne man in einem Versuchszeitraum von vorerst zwei Jahren die nötigen Strukturen schaffen. "Das ist Hilfe, die dort ankommt, wo es an ihr fehlt", so Wiget.

GEB-s soll Dienstleistungen unter anderem in folgenden Bereichen vermitteln: Hilfe im Haushalt, Einkäufe und Besorgungen, Begleitung bei Arztbesuchen und Behördengängen, Ausfüllen von Formularen, Hilfe bei Schriftverkehr, Fahrdienste, Kinder- und Seniorenbetreuung, Entlastung pflegender Angehöriger.