
Geislingen - Seit 1999 ist das französische Ruoms Partnergemeinde Geislingens. Jetzt nutzen die Freunde aus dem Departement Ardèche die Gelegenheit, die hiesige Fasnetstradition kennenzulernen.
Mit 20 Besuchern rechnet Frieder Klein, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees. Diese Gruppe – manch alter Bekannter und auch einige junge Franzosen – wird von Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. Februar, nach Geislingen kommen. Untergebracht sind die meisten bei Gastfamilien.
Doch die Franzosen sind nicht allein: Auch 16 Gäste aus dem italienischen Treiso wollen mitkommen. Die kleine Gemeinde im Piemont pflegt eine Partnerschaft mit Ruoms.
Es gibt von italienischer Seite Bestrebungen, auch mit Geislingen eine solche zu etablieren. "Aber da ist noch nichts spruchreif", sagt Klein. Zum einen müsste das ganz formell auch der Geislinger Gemeinderat wollen; zum anderen gibt es in der Sonnenstadt Bedenken wegen der Sprachbarriere: Italienisch wird weniger gesprochen als Französisch, das immerhin hierzulande an vielen Schulen unterrichtet wird – nicht zuletzt als AG an der Geislinger Schlossparkschule. "Es gibt schon lose Verbindungen", sagt Klein. "Aber wir wollen das behutsam angehen."
Ein Schritt, sich besser kennenzulernen, ist in jedem Fall der Fasnetsbesuch Mitte Februar. Denn eine solche Tradition gibt es in Ruoms und Treiso nicht. Und der große Umzug sowie die Darbietungen in der Festhalle zeigen den Gästen vielleicht, dass auch die Schwaben nicht nur sparen und schaffen können.
Weitere Informationen: Partnerschaftskomitee, Frieder Klein, Telefon 07433/ 15970, E-Mail lithosan@t-on line.de