Von Melissa Schenk Geislingen. Alljährlich führt der Geislinger Kirchenchor am ersten Weihnachtsfeiertag eine Messe auf. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Franz Schuberts "Messe in G-Dur".Pater Neudecker, der wie jedes Jahr über Weihnachten in seiner Heimatgemeinde Geislingen weilt, zelebrierte zusammen mit Diakon Reiner Dehner den Festgottesdienst zur Geburt Jesu.

In seiner Predigt hob Pater Neudecker die Menschwerdung Gottes in der Seele jedes Menschen als die zentrale Aussage des Weihnachtsfests hervor.

Für die musikalische Umrahmung sorgten der katholische Kirchenchor Geislingen, die Solisten Corinna Buckenmayer, Sopran, Michael Amann, Tenor, und Julius Amann, Bass, sowie das Kammerensemble Geislingen unter der Gesamtleitung von Stefan Segalotto.

Die Sänger und Musiker boten mit der Messe in G-Dur von Franz Schubert ein anspruchsvolles Werk dar. Diese Messvertonung komponierte Schubert 1815 im Alter von 18 Jahren. Sie gilt als eines seiner beliebtesten und meist aufgeführten kirchenmusikalischen Werke.

Der Chor und die Sopranistin stimmten mit dem Kyrie auf den festlichen Gottesdienst ein. Darauf folgte das Gloria, in dem sowohl die Stimmgewalt des Chors als auch die klaren und kräftigen Stimmen der Sopranistin und des Basssolisten zum Ausdruck kamen. Ruhig und andächtig begann das Credo und steigerte sich anschließend fortlaufend in seiner Dynamik. Dies bildete einen Kontrast zum sehr stimmgewaltigen und schnellen Sanctus. Im Benedictus stellten die drei Solisten ihr Können eindrucksvoll unter Beweis.

Das Wechselspiel zwischen Chor und Solisten bildet ein Hauptcharakteristikum des gesamten Werks und setzt sich auch im letzten Stück, dem Agnus Dei, fort.

Begleitet wurde der Kirchenchor vom Kammerensemble Geislingen, das den Chor bereits seit Jahren an den Festgottesdiensten mit seinen Streichinstrumenten unterstützt. Während der Kommunion beeindruckte Stefan Segalotto die Gottesdienstbesucher mit dem Stück "Großer Herr, o starker König" aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Dabei wurde er von Wolfgang Amann an der Orgel begleitet. Chor, Orchester und Solisten bewiesen mit ihren Darbietungen einmal mehr ihr Können und gaben dem Festgottesdienst einen würdigen Rahmen.