
Von Jeanette Tröger
Gechingen. Zum Advents- und Weihnachtskonzert unter dem Motto "Freue dich Welt" hatte der Posaunenchor Gechingen in die Martinskirche eingeladen. Die Zuhörer erlebten eine teils besinnliche, teils heitere Einstimmung auf das Weihnachtsfest mit klassischen sowie volkstümlichen Weihnachtskompositionen.
Den Anfang machten drei Sätze aus dem "Concerto B-Dur" von Antonio Vivaldi. "Macht hoch die Tür" und "Nun komm, der Heiden Heiland" wurden gemeinsam gesungen und gespielt, nachdem der Posaunenchor jeweils ein Vorspiel angestimmt hatte.
"Tochter Zion" von Georg Friedrich Händel variierten die Bläser mehrfach. So zunächst als Marsch aus "Judas Maccabäus" und danach in fünf der zwölf Variationen über "Tochter Zion" von Ludwig van Beethoven. Matthias Brändle, Leiter des Posaunenchores, verriet, dass die Komposition ursprünglich als Osterlied verfasst war und erst Anfang des 19. Jahrhunderts zum Adventslied umgedichtet wurde.
Gemeindediakon Peter Kögler stimmte mit seinen Lesungen auf den Sinn des Weihnachtsgeschehens ein, nämlich, dass Gott zu den Menschen kommt und sich in die Vorfreude durchaus auch die Sorge mischt, ob alles bereit ist, vor allem wir selbst.
Mit Titeln wie "Feliz Navidad", "Jingle Bells" und "We wish you a merry christmas", die eher mit dem Weihnachtskommerz in Verbindung gebracht werden, wurde das Konzert schwungvoll-fröhlich. Am Schlagzeug begleitete Manuel Groß.
"Freue dich Welt" leitete über zu einem weiteren Stück aus Händels Oratorium "Der Messias", bevor das Publikum bei "Vom Himmel hoch, da komm ich her", dessen Text Martin Luther angeblich für seine Kinder zum Heiligen Abend geschrieben hat, wieder mitsang.
Das "Pastorale" aus dem "Weihnachtskonzert" von Arcangelo Corelli und "Oh du fröhliche", wieder gemeinsam mit den Konzertbesuchern, drückten noch einmal die Weihnachtsfreude aus, bevor das Stück "Von guten Mächten treu und still umgeben" und als Zugabe ein weiterer Satz von "Freue dich Welt" das stimmungsvolle Konzert abschlossen.