
Gechingen (ina). Zufriedene Gesichter gab es in der jüngsten Sitzung des Gechinger Gemeinderats beim Tagesordnungspunkt Forstbetriebsplanung. Dafür sorgten die Zahlen, die Forstbetriebsleiter Christof Grüntjens und Revierleiter Rainer Hartmann mitgebracht hatten.
Das vorläufige Betriebsergebnis der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes weist für das Jahr 2011 einen Gewinn von rund 83 000 Euro aus. 2009 waren es noch 20 000 Euro und ein Jahr später 33 000 Euro. "Das beste Betriebsergebnis der letzten Jahre resultierte aus einem Ein- schlag von 2250 Festmetern verkaufsfähigen Holzes", berichtete Hartmann. Die gestiegenen Holzpreise trugen maßgeblich zu dem guten Ergebnis bei. Auch die Investitionen in den Gechinger Wald im vorigen Jahr konnten sich sehen lassen. Auf 13,4 Hektar wurde Jungbestandspflege betrieben, und bei mehr als 800 Bäumen wurden Ästungen vorgenommen. Auf einigen Flächen wurde Verbissschutz angebracht und Jungpflanzen gepflegt. In ähnlicher Größenordnung wird auch in diesem Jahr in den Wald investiert.
Grüntjens gab auch für das laufende Jahr eine positive Prognose. Bei einem Einschlag von 2500 Festmetern erwartet er nach Abzug der Ausgaben wieder einen Gewinn von rund 80 000 Euro. Allerdings könne man die Entwicklung der Holzpreise schwer vorhersagen. Die Marktentwicklung bleibe spannend.
Weniger erfreulich war die Bewertung des Waldzustandes durch die Forstleute.Viel zu wenig Niederschläge geben Anlass zur Besorgnis. Dies wurde am Beispiel Enzklösterle aufgezeigt. Dort beträgt das langjährige Niederschlagsmittel 1400 Millimeter. 2003 waren es noch 900 und 2011 bis einschließlich November nur 750 Millimeter. Der Mangel an Feuchtigkeit hat Auswirkungen auf die Vegetation. Im Wald betrifft es vor allem die Fichte. "Es kommt zur Vergilbung der Nadeln und zu Nadelverlust vor allem bei älteren Bäumen", unterstrich Grüntjens. Ob es schon Wurzelschäden gibt, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.
Bleibe es bei dermaßen geringen Niederschlägen, könne es in diesem Jahr zu erhöhter Gefahr durch Borkenkäfer und Dürreschäden kommen, erklärten die Forstexperten. Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf viel Regen und Schnee in diesem Winter, damit der Wald sich möglichst schnell wieder erholen kann. Das Gremium stimmte der Forstbetriebsplanung 2012 ohne Einwendungen zu.