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Gechingen Trotz Belastung an Hallenbad festhalten

(ina), vom 20.01.2012 08:30 Uhr
Gemeinderat Gunther Hintzenstern sah die Erhöhungen für Familien mit mehreren Kindern als unsozial an. Foto: Selter-Gehring
Gemeinderat Gunther Hintzenstern sah die Erhöhungen für Familien mit mehreren Kindern als unsozial an. Foto: Selter-Gehring

Gechingen - "Kann sich eine Gemeinde wie Gechingen ein Hallenbad leisten, und wie stark schmerzt der eventuelle Verlust der Einrichtung ?", fragte Kämmerer Joachim Kaufmann in der jüngsten Sitzung des Gechinger Gemeinderats. Mit dieser Frage brachte er ein Problem auf den Punkt, das die Gäugemeinde seit Jahren belastet.

Obwohl das Bad neben den Einzelbadegästen auch von der Bundeswehr, einer Behinderteneinrichtung und Schulgruppen aus Aidlingen sowie Deckenpfronn genutzt wird, steigt der Abmangel von Jahr zu Jahr unaufhörlich weiter.

Der Jahresverlust betrug 2010 bereits 237.000 Euro und ist 2012 mit 283.000 Euro veranschlagt. Diese Entwicklung konnte auch ein vor einigen Jahren ins Leben gerufener Hallenbadausschuss nicht aufhalten, der mit Werbungsmaßnahmen die Ertragslage verbessern wollte.

Bei der Diskussion des Gremiums ging es ursprünglich laut Tagesordnung eigentlich nur um Preisanpassungen. Sie weitete sich jedoch sehr schnell auf das grundlegende Problem aus. Gemeinderat Karl Bräuhauser verwies auf die enorm gestiegenen Energiekosten und schlug Investitionen in Form besserer Dämmung sowie neuer Fenster vor, um Energie einzusparen.

"Ein Bad, das kaum zehn Prozent dessen erwirtschaftet, was es kostet, da sollten wir weitere Investitionen doch erst einmal zurückstellen", unterstrich sein Kollege Werner Noé. Man habe sich doch derzeit darauf verständigt, dass der Betrieb zunächst so wie bisher weiterlaufen solle.

Bürgermeister Jens Häußler erinnerte daran, dass erst vor einigen Jahren große Investitionen für ein Edelstahlbecken und die Verschönerung der Einrichtung getätigt wurden. Gemeinderat Rainer Schwarz stellte klar, dass Investitionen "eine ganz andere Baustelle sind", jetzt ginge es um die Eintrittspreise, die doch im tragbaren Rahmen seien.

Die Verwaltung hatte Preisvergleiche mit anderen Gemeinden angestellt und Erhöhungen vorgeschlagen. Diese sahen bei den Einzeleintritten für Erwachsene eine Anhebung von bisher 2,50 auf drei Euro und bei Kindern von 1,50 auf zwei Euro vor. Für Zehnerkarten schlug die Verwaltung bei Erwachsenen eine Erhöhung von 20 auf 24 Euro vor, bei Kindern und Jugendlichen von 13 auf 16 Euro.

Gemeinderat Gunther Hintzenstern sah die Erhöhungen für Familien mit mehreren Kindern als unsozial an. Mit seinem Kollegen Jürgen Groß beantragte er, die Eintrittspreise für Erwachsene nach dem Vorschlag der Verwaltung zu erhöhen, jedoch bei den Kindern und Jugendlichen alles beim Alten zu lassen. Diesem Antrag schloss sich die Mehrheit des Gremiums an.

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