Von Jeanette Tröger

Gechingen. Zu einem stimmungsvollen österreichischen Abend mit Musik, Geschichten und Anekdoten sowie kulinarischen Genüssen aus der rot-weiß-roten Alpenrepublik hat der Internationale Kulturverein (IKV) Gechingen in die Gemeindehalle eingeladen.

Gleich zu Beginn sorgte der elfjährige Simon Binder aus Darmsheim mit seiner diatonischen steirischen Knopf-Harmonika für Stimmung. Simon war beim Landesmusiktag der Akkordeon-Jugend Baden-Württemberg erster Preisträger und wurde mit dem Prädikat "hervorragend" ausgezeichnet. Dass er sein Instrument hervorragend beherrscht, zeigte er solo mit "Auf der Landmann-Alm" und im Duett mit seinem singenden Vater Uwe als "Steirer Lompakerle" mit den Stücken "Grüne Tannen" und "Für Harmonika-Freunde".

IKV-Vorsitzender Gerhard Mörk rief Daten und Fakten zum Nachbarland Österreich in Erinnerung. Er machte auf zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Film und Fernsehen aufmerksam, die auch bei uns bekannt und beliebt sind. Er wies auf die vielen privaten und geschäftlichen Bereiche hin, die die Deutschen mit den alpenländischen Nachbarn verbinden.

Der in Wien geborene und in Renningen wohnende Film-, Fernseh- und Theater-Schauspieler und Kabarettist Ernst Konarek, vielen noch bekannt als Unterweltler Horrak in der Fernseh-Serie "Kottan ermittelt", erzählte skurrile Wiener G’schichten vom Herrn Travnicek: von dessen Weihnachtseinkäufen etwa oder seinem Spaziergang durch die europäische Küche, in der Cevapcici "Hundswürstl mit Zwiebeln" sind.

Das Alphorn blies der gebürtige Gechinger Walter Dingler, der als "Alphornruf vom Schafberg" auftritt. Allerhand österreichische Schmankerl von der Tiroler Speckknödel-Suppe über den Jausenteller mit steirischem Speck, Bergkäse und Bauernwurst samt einem Stamperl Zirbelschnaps über Selchfleisch-Knödel mit Sauerkraut bis zur Linzer Torte und dem Tiroler Apfelstrudel mit hausgemachter Vanillesoße konnten die Gäste genießen.

Die Vereinsmitglieder Karin Hinzenstern aus Oberösterreich und das Ehepaar Peter und Susanne Zwak aus der Steiermark habe ihre Verbindungen in die Heimat genutzt und Speck, Käse, Wurst sowie Schnaps quasi "einfliegen" lassen. Die freudig erwarteten und überaus beliebten "Golmer" brachten die Stimmung in der Gemeindehalle zum Sieden mit alpenländischer Volksmusik über beliebten Schlagern bis hin zu aktuellen Poptiteln.