Deckenpfronn (msw). Die Gemeinde Deckenpfronn besaß bis zum Jahr 1938 ein größeres Keltenhügelgrab, aus dem elf menschliche Skelette geborgen worden sind. Die Grabbeigaben liegen im Landesmuseum Stuttgart, und ein Teil davon wurde seit Mai in der Deckenpfronner Keltenausstellung gezeigt. Zur Stärkung des öffentlichen Geschichtsbewusstseins wird am Mittwoch, 14. November, um 16.30 Uhr in der Nähe des einstigen Grabhügels eine Erinnerungsstätte eröffnet, mit der dieses Ziel verfolgt werden soll. Diese liegt am Egelseeweg 200 Meter westlich des Egelsees. Enthüllt werden eine Stele und eine Tafel.

Grabhügel bestehtseit 2500 Jahren

Am Abend wird Landeskonservator Dirk Krausse vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg ab 19.30 Uhr in der Deckenpfronner Zehntscheuer einen Fachvortrag über die Kelten halten. Dies ist der Abschluss der Keltenausstellung, die am folgenden Tag abgebaut wird.

Der seit 2500 Jahren bestehende Grabhügel weist auf eine keltische Besiedelung im Egelseegebiet hin. Es könnte sogar sein, dass an diesem Standort damals schon Eisen verhüttet worden ist. Aus Bürgerhand ist eine Stele entstanden, die zusammen mit einer Tafel die Erinnerung an die Keltenzeit wach halten soll.