Von Annette Selter-Gehring

Gechingen. Einen gesunden Haushalt legte Kämmerer Joachim Kaufmann in seinem ersten Entwurf für das Jahr 2013 dem Gechinger Gemeinderat vor.

Geprägt ist das Zahlenwerk von der kommunalpolitisch aktuell bedeutendsten Maßnahme: Den Plänen für ein Pflegeheim und betreutes Wohnen in der Gäugemeinde, die 2013 realisiert werden sollen. Kaufmann betonte aber auch, dass die Gemeinde auf viele Entwicklungen wie wirtschaftliche sowie politische Lage, Kreisumlage, Steueraufkommen und ähnliches keinen Einfluss habe. Kaufmanns Fazit: "Wir müssen sehen, was wir beeinflussen können und daraus das Beste machen."

Insgesamt hat der Haushalt 2013 mit 9,2 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 2,6 Millionen Euro im Vermögenshaushalt ein Volumen von rund 11,8 Millionen Euro. Zum Ende des Jahres 2012 rechnet die Verwaltung mit einer Zuführungsrate des Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von 240 000 Euro. Für 2013 werden 476 000 Euro erwartet. Erfreulich sei, so Bürgermeister Jens Häußler, dass die Gemeinde bei planmäßiger Entwicklung bis 2016 schuldenfrei bleiben werde. Diese auf den ersten Blick gute Entwicklung müsse jedoch vor dem Hintergrund der anstehenden Aufgaben gesehen werden, mahnte Häußler. Auch sei man weit entfernt von Zuführungsbeträgen von über einer Million Euro, wie sie aus der Vergangenheit in Erinnerung seien. Der Stand der allgemeinen Rücklagen wird Ende des Jahres bei 1,67 Millionen Euro liegen und soll Ende 2013 rund 1,85 Millionen Euro betragen.

Rund 189 000 Euro sind im Haushaltsentwurf 2013 für die Erschließung Grundstücks für das Pflegeheim im Sonderbaugebiets Bergwaldstraße/ Furt eingeplant. Der Ausbau der Talstraße wird in diesem Zusammenhang mit 276 000 Euro zu Buche schlagen. Für die Anbindung des Radweges nach Ostelsheim sind 120 000 Euro Kosten veranschlagt. Hier werden Zuschüsse von 75 Prozent erwartet. Fortgeschritten sind die Planungen für einen effektiveren Hochwasserschutz. Im Haushalt 2013 sind für erste konkrete Maßnahmen 150 000 Euro vorgesehen. In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2016 plant die Kommune jedoch noch deutlich mehr Geld in die Hand zu nehmen, um Hochwasserschäden wie sie 2009 entstanden sind vorzubeugen. Damit wird das Thema Hochwasserschutz in den nächsten Jahren den Haushalt weiter belasten.