
Gechingen (ina). "Ein gutes Kinderbetreuungsangebot ist heute ein wichtiger Standortfaktor", stellte Bürgermeister Jens Häußler beim Tagesordnungspunkt "Bedarfsplanung Kindertagesstätten" im Gechinger Gemeinderat fest.
Mit dem Erreichten könne sich die Kommune durchaus sehen lassen. Da sich der Bedarf an Betreuungsplätzen allerdings ständig ändere, müsse man dem Rechnung tragen. Daher sieht die Verwaltung vor, die bisher praktizierte Befragung der Eltern auszuweiten und zu präzisieren.
"Im Februar ist großer Anmeldetag für die Kindergärten, die Ferienbetreuung und die Schulbetreuungsangebote. Im März erfolgt die Information des Gemeinderats über das Ergebnis, um dann die Art des Angebots sowie die Gruppenzahl festzulegen", sagte Kämmerer Joachim Kaufmann. Er gab einen Überblick über den Stand und die Entwicklung der Zahlen, die leicht rückläufig sind.
Zurzeit führen die Gechinger Kindergärten sechs Gruppen für Kinder im Alter von Zweidreiviertel bis sechs Jahren und haben sechs Stunden täglich geöffnet. Davon bieten zwei Gruppen Ganztagesbetreuung an und eine ein naturnahes Programm. Außerdem gibt es eine Gruppe für Jungen und Mädchen im Alter von einem bis drei Jahren mit zehn Plätzen.
"Das Augenmerk der Umfrage wird bei unter Dreijährigen liegen. Wir rechnen mit einem steigenden Bedarf nach einer sechsstündigen täglichen Betreuung", teilte Kaufmann mit. Bei gleichzeitigem Rückgang der Kinderzahlen könne man eine Umwandlung in eine altersgemischte Gruppe für Jungen und Mädchen von einem bis sechs Jahren oder in eine reine zusätzliche Krippengruppe erfolgen. Die zusätzlichen Kosten werden auf 12 000 Euro geschätzt.
Mit Zufriedenheit wurden die erhöhten Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg zur Kenntnis genommen. Sie betragen für ein Kind unter drei Jahren pro Jahr 8750 Euro und für ein Kind ab drei Jahren 1938 Euro. Das Gremium ermächtigte die Verwaltung, eine der vorhandenen Gruppen in eine der genannten Formen umzuwandeln. Die endgültige Entscheidung fällt, wenn alle Anmeldungen vorliegen.