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Gechingen Ehepaar zeigt erneut Herz für Haiti

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Das Dach der Autowerkstatt in Jérémie wurde durch Hurrikan "Matthew" komplett zerstört. Fotos (3): Pro Haiti Foto: Schwarzwälder-Bote

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Das war keinesfalls so geplant, Franz und Marie-Josée Groll wollen sich aber nicht davon abbringen lassen: Das neue Jahr beginnt für das Ehepaar aus Gechingen mit einem erneuten Hilfseinsatz auf Haiti.

Gechingen/Port-au-Prince. "Der 4. Oktober 2016 war unser 12. Januar 2010" – das berichtet ein Haitianer aus Jérémie, der vor wenigen Wochen den verheerenden Wirbelsturm "Matthew" miterlebt hat. Dieser habe eine genauso zerstörerische Kraft gehabt wie das damalige Erdbeben, das zentrale Regionen Haitis um Léogâne und die Hauptstadt Port-au-Prince in Schutt und Asche legte.

Abflug Ende Januar

"Eine außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Aktivitäten", sagt Franz Groll im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten mit Blick auf die Folgen des Hurrikans. Der Gechinger ist immerhin 73 Jahre alt, Ehefrau Marie-Josée 75 und schwer krank. Dennoch wollen die beiden Ende Januar zu ihrem dritten Hilfseinsatz starten, weil ihnen die Menschen, die in dem arg gebeutelten Karibikstaat immer wieder zwei Schritte vor und drei zurück machen, weiter sehr am Herzen liegen.

Chance für Jugendliche

Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert sich der Verein Pro Haiti mit Sitz in Aidlingen in einem der ärmsten Länder der Welt. Eines der erfolgreichen Vorhaben war der Wiederaufbau nach dem Beben 2010. Um Jugendlichen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben, wurde in Léogâne, etwa 35 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince, ­auf die Initiative des Pro Haiti-Vorstandsmitglieds Franz Groll, der bereits zwei Einsätze als Entwicklungshelfer hinter sich hat, in Léogâne eine Ausbildungsstätte mit angeschlossener Produktion aufgebaut. In Jérémie hat das Ehepaar Groll von 1994 bis 1999 ein Centre Technique mit eingerichtet, eine Berufsschule mit angeschlossenen Werkstätten.

Fast alle Häuser in Jérémie sind durch "Matthew" schwer beschädigt oder wurden komplett zunichte gemacht. Auch das durch Pro Haiti erstellte Ausbildungszentrum ist durch den Wirbelsturm demoliert worden. Die Dächer der Autowerkstatt, des Büros und des Lagergebäudes wurden komplett zerstört.

Der Verein Pro Haiti hat einige Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet, um eine nachhaltige Entwicklung des Landes wieder zu ermöglichen. Diese wurden mit Spendengeldern direkt in Haiti finanziert. "Die Werkstätten und Lagergebäude der Berufsschule in Jérémie sollen orkanfest eingedeckt werden", sagt Franz Groll, der in wenigen Wochen mit Ehefrau Marie-Josée nach Haiti startet.

Maschinen stehen bereit

Zur Produktion von Dachrinnen und -rohren stehen Maschinen bereit, die in Betrieb genommen werden sollen, berichtet der Gechinger weiter. "Dabei wird uns ein Spenglermeister aus Landhut helfen, der bereits Entwicklungshilfe in Südafrika und Kambodscha geleistet hat. Er spricht kein Französisch, also werde ich ihm helfen, sich mit den Auszubildenden zu verständigen", so Groll. In einem Gebäude soll laut Pro Haiti auch eine Holzwerkstatt neu eingerichtet werden, weil durch die großen Sturmschäden in dieser Region von Haiti ein großer Bedarf entstanden ist.

Neu ist nach Angaben des Vereins die Zusammenarbeit mit dem haitianischen Selbsthilfeverein Omadej, der bedürftigen Familien in Jérémie hilft, wieder in einem eigenen Haus unterzukommen. Deshalb sei auch die Initiative zur Vermittlung von Dachpatenschaften gestartet worden, denn viele Spender würden gerne wissen, wofür ihr Geld eingesetzt wird. Genau dies ermögliche nun eine Dachpatenschaft für eine vermittelte Familie, die ihr Haus oder Dach durch den Wirbelsturm "Matthew" verloren hat. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.Pro-Haiti.de/helfen.

 
 

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