Fußball Letzter Spieltag wird unterhaltsam

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Zum mittlerweile dritten Aufeinandertreffen kommt es diese Saison zwischen TSF Dornhan und dem SV Wittendorf. Vorsicht ist geboten, wenn deren Lucas Haug (Mitte) auf dem Weg Richtung Tor zieht. Hier kann ihn Dornhans Alexander Günthner gerade noch stoppen. Foto: Burkhardt

Ein Stelldichein im Nachbarschaftsduell beim Spitzenreiter SV Wittendorf zum dritten Mal in diesem Jahr, Trainer, die auf die Zeit nach der Winterpause setzen und Teams, die auf Revanche sinnen – der letzte Spieltag in diesem Jahr verspricht unterhaltsam zu werden.

SV Huzenbach – VfR Sulz. "Im letzten Saisonspiel steht uns in Huzenbach auf ungewohntem kleinen Platz ein sehr schweres Spiel bevor, denn wir wollen den Anschluss nach vorne nicht verlieren. Aber auch der Gegner braucht ja jeden Punkt", fährt Fabio Gallinaro mit seiner Elf nach der unglücklichen Niederlage im Spitzenspiel voll konzentriert ins untere Murgtal. Das Spiel auf dem engen Geläuf wird sicher sehr intensiv werden und die Techniker aus der Neckarstadt müssen sich auf viele Zweikämpfe einstellen. Personell werden weiterhin Nico Baumann, Orhan Ipekcioglu, Felix Haible und voraussichtlich Yasin Erdem ausfallen, hinzu kommt noch die gelb/rote Karte von Dennis Metzger.

Für die Platzherren dürfte es egal sein, wie der Gegner heißt, aufgrund der Tabellensituation sollte nach der Niederlage beim direkten Konkurrenten in Empfingen auf jeden Fall drei Zähler her. Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt immerhin schon fünf Punkte, auf einen Nichtabstiegsrang sind es deren neun. Hoffnung macht aber, dass man bei der Hinspiel-Niederlage in Sulz über weite Strecken gar nicht einmal so schlecht aussah.

SV Wachendorf – SG Empfingen. Ganz wichtig war der Empfinger Erfolg im Kellerduell gegen den SV Huzenbach. So konnte man die fünf Punkte Abstand zu einem direkten Abstiegsrang wahren, hat aber immer noch vier Punkte Rückstand an das rettende Ufer. Nun geht es zum ehemaligen SG-Abwehrchef Markus Link, der bekanntlich als Spielertrainer in Wachendorf sehr gute Arbeit leistet. An der Weillindestraße setzt man natürlich auf die Zeit nach der Winterpause, wo dann Oliver Brose als Coach fungieren wird und vielleicht die ein oder andere Verstärkung aus dem Raum Tuttlingen mitbringt. "Nach zuletzt drei Siegen in Folge ohne Gegentor werden wir nochmals alles in die Waagschale werfen, um die Punkte in Wachendorf zu behalten", macht Link deutlich, dass man auch gegen seinen Ex-Verein zumindest auf dem zweiten Rang überwintern möchte. Der Wachendorfer Übungsleiter erwartet einen Gegner, der versuchen wird, aus einer stabilen Defensive über Konter zum Erfolg zu kommen. "Wir werden die Empfinger sicher nicht am Tabellenplatz messen und uns gut auf das Spiel vorbereiten", so Link. Auf jeden Fall in den Kader zurückkehren wird Simeon Zuchowski.

SF Salzstetten – SG Vöhringen. "Grundsätzlich müssen wir die Grundtugenden wie Laufbereitschaft, Siegeswille und ein gutes Zweikampfverhalten wieder an den Tag legen, sonst werden wir in Salzstetten keinen Erfolg haben", sieht Uli Fischer seine Vöhringer Mannschaft in der Pflicht, das ganz schwache Spiel gegen Wachendorf vergessen zu machen. Der erfahrene Trainer warnt zugleich, sich nicht auf dem bisher erreichten Punktestand auszuruhen, sonst könnte man in der Rückrunde Probleme bekommen und sich ganz schnell in der unteren Tabellenregion wiederfinden. Dies gilt es laut Fischer mit aller Macht zu verhindern.

Die Sportfreunde konnten mit einem Remis zuletzt und dem Erfolg in Oberiflingen die Negativserie abhaken und stehen mit 27 Zählern immer noch glänzend da. "Es hat auch einfach wieder mal gut getan, die vollen drei Punkte einzufahren" freut sich Salzstettens Trainer Mustafa Naim und hofft, dass man das eigene Spiel erneut durchbringen kann. Ganz klar peilt er einen nächsten Heimsieg an. Mit einem Erfolg könnte man zum einen Vöhringen in der Tabelle in Schach halten, um dann mit 31 Punkten eine überaus erfolgreiche Halbserie abschließen. SG Hallwangen – SV Oberiflingen. Zu einem richtungsweisenden Match fährt der SV Oberiflingen an die Forststraße nach Hallwangen. "Dass die Lage langsam ernst wird und wir uns das Glück unter der Woche im Training wieder erarbeiten müssen, ist bei einigen Spielern leider noch nicht ganz angekommen", findet der sonst so besonnene Oberiflinger Trainer Hans Romann deutliche Worte. Besonders stößt dem Iflinger Trainerduo bitter auf, dass man immer wieder durch individuelle Fehler in Rückstand gerät, um diesem dann unnötig hinterherzulaufen. Hoffnung mache aber, dass man sich zuletzt gegen Salzstetten einige Großchancen erspielte. Allein das nötige Glück fehlte, diese zu verwerten.

Ganz düster sieht es bei Schlusslicht Hallwangen aus. Die Elf des immer noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laborierenden Spielertrainers Marc Alle steht mit einem äußerst schlechten Torverhältnis und mageren sieben Zählern schon zehn Punkte von einem Nichtabstiegsrang entfernt. Will man den Anschluss nicht vollends verlieren, sollte gegen ein leicht kriselndes Oberiflingen der Bock umgestoßen werden.

FC Göttelfingen – SV Vollmaringen (Spiel des Tages. Lesen Sie dazu die Trainerinterviews auf dieser Seite).

TuS Ergenzingen – SV Gündringen. "In Ahldorf konnte die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Das war unser schlechtestes Spiel der bisherigen Saison. Man muss aber auch erwähnen, dass Ahldorf/Mühlen sehr gut gespielt hat", versucht Ergenzingens Coach Volker Joos den Rückfall in längst überwunden geglaubte Schwächen zu erklären. Nun gilt es für den TuS gegen Gündringen eine positive Reaktion zu zeigen, will man mit einem guten Ergebnis in die Winterpause gehen, auch um die heftige Niederlage zu relativieren. Ausfallen werden nach wie vor Daniel Widmann, Kai Frank, Moritz Rees, Patrick Francisco und Rafael Garcia. Es ist Joos hoch anzurechnen, dass er den Aderlass nicht als Entschuldigung heranzieht.

Für Gästetrainer Marc Wagner steht der TuS auf gewohntem Kunstrasen in der Favoritenrolle. Dennoch möchte er gerne mit seinen Jungs auswärts ungeschlagen bleiben. Definitiv fehlen wird an der Breitwiese der privat verhinderte Richard Großpietsch, fraglich sind Andre Bergmann, dem die Wade zwickt, sowie der am Oberschenkel verletzte Spieler Heiko Guist.

SV Wittendorf – TSF Dornhan. Ein wenig ist Dornhans Trainer Timo Rath am Verzweifeln, fährt er in dieser Saison nun schon zum dritten Mal zum aktuellen Tabellenführer. "Wittendorf hat zuletzt in Sulz überzeugt und nicht unverdient die Punkte mit nach Hause genommen. Da kommt auf jeden Fall eine Menge Arbeit auf uns zu", weiß Rath, dass das Wiedersehen mit seiner Ex-Elf kein Kaffeekränzchen wird. "Wichtig wird es sein, dass wir die Zuspiele auf die Abschlussstarken Stürmer Haug und Bossert unterbinden und uns schnellstens an die Platzverhältnisse in Wittendorf gewöhnen", hat der Dornhaner Coach Ansatzpunkte, wie dem Tabellenführer eventuell beizukommen ist. Notfalls könnte man mit einem Punkt gut leben. Fehlen werden Stefan Beilharz (beruflich) und der Spielertrainer selbst. Mario Kraft und Sascha Grözinger kehren nach Verletzung wieder zurück. Michael Haas steht auch das erste Mal seit langem wieder im Kader.

Der Gastgeber Wittendorf möchte sich natürlich im immer heißen Nachbarschaftsduell keine Blöße geben, um auf dem Platz an der Sonne zu überwintern. Die Hauptaufgabe von SVW-Trainer Lukas Wuzik wird es sein, dass bei seiner jungen Truppe aufgrund der jüngsten Erfolge die Spannung hochgehalten wird und kein Leistungsabfall eintritt. Fehlen wird gegen die Turn- und Sportfreunde auf jeden Fall der gelb/rot gesperrte Robin Schillinger.

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