Furtwangen-Schönenbach (sh). Kritik an der Schulbus-Politik gab es in der Sitzung des Ortschaftsrates. Die Situation sei "unmöglich". Dem betroffenen Vater wurde geraten, sich direkt an den Kreistag zu wenden, da für den Schulbusverkehr das Landratsamt zuständig sei. Der Vater aus dem Untertal beklagte, der Busfahrplan sei geändert worden, ohne die betroffenen Eltern zu informieren.

Das sechsjährige Kind aus der ersten Klasse der Friedrichschule wurde plötzlich nicht mehr mitgenommen. Die Linienführung wurde geändert, der Bus fährt über die Robert-Gerwig-Schule direkt zum OHG. Die Schüler aus dem Untertal, aktuell vier Kinder, sollen daher bereits eine halbe Stunde früher mit einer anderen Linie zur Friedrichschule fahren, stehen dann aber alleine im Dunkeln vor der verschlossenen Schule. Laut Ortsvorsteher Hansjörg Hall hat die Stadt keinen nennenswerten Einfluss, zuständig sei das Landratsamt. Ortschaftsrat Stefan Scherzinger berichtete, andere Kinder seien an der Bushaltestelle stehen geblieben, obwohl der vorbeifahrende Bus noch genügend Platz gehabt hätte.

Martina Hepting zeigte sich entrüstet: Es werde zwar stets beklagt, dass es zu wenig Kinder gebe. Doch sei man nicht einmal in der Lage, die vorhandenen Kinder in die Schule zu transportieren.