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Furtwangen - Ein durchweg positives Fazit konnte Jacques Barthillat, Cheforganisator der Antik-Uhrenbörse, gestern ziehen. Mit rund 3 000 Besuchern konnte das Niveau vom Vorjahr gehalten werden. Am Samstag und Sonntag waren es bei der 26. Antik-Uhrenbörse etwa gleich viele Besucher wie im vergangenen Jahr, am Freitag kamen trotz erhöhtem Eintrittsgeld sogar mehr Uhrenliebhaber, stellten Barthillat und Kassenchef Herbert Dold fest.
Stark ist der Anteil der ausländischen Gäste, vor allem aus Frankreich, Italien und der Schweiz, aber auch aus Österreich, Spanien, Israel und sogar Japan kommen Sammler nach Furtwangen. Und erstmals war auch der Generalbevollmächtigte für antike und mechanische Uhren aus China zum Ankauf extra für die Börse nach Deutschland gereist. Der Antikuhren-Markt im Reich der Mitte ist zwar erst im Entstehen. Doch wenn die Sammelleidenschaft hier erst einmal Fuß gefasst hat, biete das Land ein riesiges Potenzial, freut sich Barthillat.
Bei den 120 Händlern fiel die Bilanz gemischt aus. Viele machten gute Geschäfte, doch manche klagten auch über einen Preisverfall und darüber, dass Kunden, oft unter Hinweis auf Internetangebote, bis zum letzten Euro feilschten.
Erfreulich für Barthillat war auch, dass auch Bernd Deckert, ein renommierter Kenner der französischen Uhrenszene, auf der Börse unterwegs war, um Uhren zu kaufen.
Rund 22 Helfer des Vereins "Uhr und Kultur" waren am Wochenende im Einsatz, um die Börse über die Bühne zu bekommen, hinzu kamen 14 Mitglieder der Skizunft Brend, die für die Kasse sowie den Auf- und Abbau verantwortlich ist.
Und während das schlechte Wetter am Samstag, sich nach Einschätzung Barthillats kaum auf die Besucherzahlen auswirkte, machte es sich in der vom Schwarzwaldverein Gütenbach geführten Küche bemerkbar. Die war nämlich am Samstagabend ausverkauft und das hatte es in der Geschichte der Börse noch nie gegeben. "Ohne die Hintereck könnte der Schwarzwaldverein die Bewirtung wahrscheinlich nicht stemmen, meinte Barthillat.
Denn aus der Wandergaststätte bringe der Verein die erforderlichen Maschinenausstattung mit.
Ein Lob gab es für den unauffälligen aber stets präsenten Sicherheitsdienst .
Zwei Studentinnen durchs Fenster befreit
Fast eingeschlossen wurden zwei Studentinnen der Hochschule am Freitag, als eine der schweren Stellwände vor die Tür zu ihrem Büro geschoben und anschließend von einem Händler mit seien Uhren bestückt wurde.
Mit einem zaghaften Klopfen und rufen machten sich die Studentinnen wenig später bemerkbar.
Von Innen an die Tür heranzukommen war jedoch chancenlos. "Wir mussten sie mit Seilen und Leiter von Außen durch das Fenster aus dem Zimmer holen", berichtet Jacques Barthillat.