Furtwangen Provision im Netz für sozialen Zweck

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Das Sozialprojekt "gratisspende.de" wurde bei der "Media Night" der HFU präsentiert (von links): Edwin Repp, Julian Schuder, Maxim Galsterer, Christian Perian und Than Thao Nguyen. Foto: HFU Foto: Schwarzwälder-Bote

Furtwangen. Beim "Tag der Medien" präsentieren die Studenten ihre Projekte und Thesisarbeiten des vergangenen Semesters. In der anschließenden "Media Night" wurden die besten Projekte vorgestellt.

Das Projekt "gratisspende.de" einer sechsköpfigen Studentengruppe erkämpfte sich dabei den begehrten Publikumspreis. 18,4 Prozent der Besucher gaben dem Projekt ihre Stimme – das bislang höchste Ergebnis seit Bestehen des Preises. Dabei geht der Erfolg nicht nur auf die beim Messestand der Gruppe gratis vergebenen Getränke zurück. Die Idee hinter dem Projekt ist durchaus faszinierend: Provisionen verteilen à la Robin Hood.

Das Studenten-Team um Christian Perian programmierte eine Internetplattform, die bei Internetkäufen automatisch Provisionen abschöpft, die an gemeinnützige Organisationen weitergegeben werden sollen. Perian erklärt die Funktionsweise: "Wer Preissuchmaschinen benützt oder auf Anzeigenwerbung im Internet klickt und anschließend bei einem Webshop einkauft, generiert Provisionen, ohne es zu merken. Im Internet-Fachjargon wird dies Affiliate-Marketing genannt.

Die Provisionen gehen normalerweise an die Betreiber der Preissuchmaschinen oder sonstige Webseiten. Unser Gedanke war, diese Provisionen abzugreifen und das Geld an soziale und christliche Projekte und Organisationen weiterzugeben."

Wer nun vor dem Besuch eines entsprechenden Portals oder Onlineshops auf www.gratisspende.de geht, dort den gewünschten Shop sucht und auf das Logo klickt, stellt sicher, dass seine Provision nicht an ein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern eine fördernswerte Organisation geht. Und das, ohne dass man einen Cent mehr bezahlen muss.

"Günstiger shoppen. Gratis spenden" lautet der Slogan von "gratisspende.de". Warum es auch für den User günstiger sein soll, wenn man über das Portal einkauft, erklärt Christian Perian: "Wir haben aktuell 850 bekannte Onlineshops gelistet. Ein Besucher kann über ›gratisspende.de‹ somit nicht nur einen ihm bekannten Shop besuchen, sondern findet auch neue Internetshops, die er bislang noch gar nicht kannte. Zusätzlich zur Suche nach bekannten Shops oder gewünschten Kategorien kann der User auch einfach im Suchfenster ein Produkt eingeben und bekommt dann Shops angezeigt, die dieses Produkt anbieten."

Das gute Gefühl verstärkt sich, wenn man einen Blick auf die Projekte wirft, die sich das Portal zur Förderung vorgenommen hat. Mit den bis September eingehenden Provisionen will das Studenten-Team der Kinderkrebsklinik in Tannheim einen Flaschenzug schenken. Für die Folgemonate sind schon Organisationen ausgesucht, an die gespendet werden soll, darunter "Ärzte ohne Grenzen" und "Open Doors", eine Organisation, die sich für verfolgte Christen in Krisengebieten einsetzt.

Einmalig bei der Seite "gratisspende.de" ist auch die 100-Prozent-Spendengarantie. Möglich ist dies durch eine zwischenzeitlich gegründete gemeinnützige Unternehmer-Gesellschaft, die "gratisspende gUG".

Zum erklärten Ziel gehört es dabei auch, Unternehmen zu finden, die ihre Mitarbeiter in den Einkaufsabteilungen anhalten, vor Internet-Einkäufen die Plattform zu besuchen. So kann sich auch eine Firma als sozial engagiert profilieren.

  
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