Furtwangen - Samstag, Furtwangen, Schauplatz: Kussenhofstraße. Fußgänger müssen auf die Fahrbahn ausweichen. Denn der Gehweg entlang der häufig befahrenen Gefäll-Strecke ist total vereist und im unteren Bereich auch überhaupt nicht geräumt.

Schauplatz zwei: Die Treppe zwischen Berliner Straße und Neuer Heimat. Sie ist nicht geräumt, dennoch wird sie häufig benutzt. Allerdings kann man sich bergab nur am Geländer entlanghangeln und bergauf sind bergsteigerische Qualitäten gefragt. Für ältere Menschen nicht machbar.

Schon gar nicht der enorme Umweg über die Kussenhof­straße. Fazit: Das Stadtzentrum ist vom größten Wohngebiet der Stadt aus für Fußgänger ohne sportliche Qualitäten kaum zu erreichen. Und leider ist das im Winter nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Ebenfalls seit Jahren ist die Situation immer wieder Thema im Gemeinderat. Auch in jüngster Sitzung hatte unter anderem Roland Thurner angemahnt, eine Treppenräumung endlich anzugehen. Und Thomas Riesle hatte darauf hingewiesen, dass es sich dabei auch um den Schulweg der Grundschulkinder aus dem Wohngebiet handelt.

Worauf Bürgermeister Josef Herdner ankündigte, er werde die Treppenräumung in den Haushaltsplan aufnehmen, "dann sind aber alle Treppen darin enthalten".

Die Meinung des Bürgermeisters, man könne nur alle oder keine Treppe räumen, wird allerdings von Nachbargemeinden nicht geteilt.

So teilte Tribergs Hautamtsleiterin Barbara Duffner auf Anfrage mit, in Triberg werde eine Treppe geräumt sowie ein Fußwegchen; beide seien gerade für Schüler wichtige Verbindungen.

Und der Hauptamtsleiter von Titisee-Neustadt, Lothar Huber, meinte ebenfalls auf Anfrage, in Neustadt würden lediglich die wichtigsten Treppen von der Stadt geräumt. Der Bauhof befasse sich damit, wenn die übrigen Räumarbeiten erledigt seien.

Den hiesigen Bewohnern wäre bereits damit gedient, wenn eine Treppenverbindung vom Kussenhof sowie eine vom Sommerberg frei gehalten würde.