Furtwangen Kochlöffel ist über einen Meter lang
Schwarzwälder-Bote, 30.06.2012 00:15 UhrVon Stefan Heimpel
Furtwangen. Woher kommt eigentlich unser Essen? Dieser Frage widmeten sich die Kinder der katholischen Kindergärten im Stadtgebiet. Es ging aber nicht um die Landwirtschaft oder die Bäckerei sondern ganz konkret um die Frage: wer kocht das Mittagessen für die Kinder im Kindergarten, Hort oder Kinderhaus?
Und so machten sich die Kinder auf ins Altenheim St. Cyriak. Denn immer wieder hatten sie bei Spaziergängen durch das Fenster die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Altenheims in der Küche arbeiten gesehen. Und dabei erfuhren sie auch, dass ihr Mittagessen in dieser Küche im Altenheim gekocht wird. So machten sich genau die Kinder, die regelmäßig im Kindergarten zum Mittag essen, aus den beiden Kindergärten St. Martin am Kussenhof und Maria Goretti in der Lindenstraße, auf, um diese Küche zu erkunden.
Küchenchef Arnold Kemmerle und sein Team gaben bereitwillig Auskunft und zeigten ihnen alles. Sie konnten beispielsweise zusehen, wie die Hefeschnecken gemacht wurden, die an diesem Mittag als Nachtisch auch in die Kindergärten geliefert wurden. Erstaunen gab es natürlich auch immer, wenn sie die großen Dimensionen der Geräte – vom Schneebesen und Kochlöffel mit mehr als einem Meter Länge bis zum großen Topf für mehr als 100 Mittagessen– sahen.
Wie Arnold Kemmerle erläuterte, werden jeden Mittag für das Altenheim selbst bis zu 120 Mittagessen gekocht. Hinzu kommen noch einmal bis zu 70 Essen für die beiden Kindergärten, das Kinderhaus und den Kinderhort.
Unter anderem wollte aber auch Arnold Kemmerle wissen, was den Kindern denn besonders gut schmeckt. Der absolute Hit sind offensichtlich die Saucen, von denen die Kinder nicht genug bekommen können. Meist kocht Arnold Kemmerle für die Kinder das gleiche Essen wie für die Bewohner des Altenheims. Lediglich bei Spezialitäten wie etwa Leber gibt es für die Kinder etwas anderes.
Gezeigt wurde den Kindern auch die Vorratskammer, die allerdings erstaunlich klein ist. Denn die meisten Zutaten werden frisch eingekauft und verarbeitet. Selbst in den Tiefkühlraum konnten sie kurz einen Blick werfen.
Und genau aus diesem Raum hatte Arnold Kemmerle zum Abschied noch ein besonderes Geschenk für die Kinder: Jeder der jungen Besucher bekam zum Abschied noch ein Eis. Natürlich freuten sich die Kinder an diesem Tag besonders auf das Mittagessen.


