Von Stefan Heimpel

Furtwangen. Ein Friseursalon, am Sonntagabend beleuchtet und mit über 50 Gästen voll besetzt. Vor der Tür brennen viele Kerzen. Ein ungewöhnliches Bild. Und dann erklingt aus dem Salon Herr in der Friedrichstraße nicht das Brummen der Haarschneidemaschinen, sondern klarer und kräftiger Gesang. Offensichtlich ist der "Barbier von Furtwangen" in Aktion

Nicht ganz – vielmehr ist es ein "Heimspiel" für Musicalstar Sabrina Weckerlin. Aufgrund privater Kontakte entstand relativ spontan der Auftritt im Friseursalon vor heimischen Fans. Und diese waren natürlich begeistert, den Furtwanger Star wieder einmal live zu erleben.

Die Musik wechselte dabei mit lockerer Konversation ab. Offensichtlich gefiel es Weckerlin auch, endlich mal wieder "Furtwangerisch zu schwätzen". Auch der Schnee gefiel ihr, allerdings erst nach einer Eingewöhnungsphase.

Denn erst zwei Tage zuvor war sie nach einem Karibik-Urlaub noch ganz leicht und locker mit Flip-Flops an den Füßen aus dem Flugzeug gestiegen – und hatte kräftig geschlottert. Als sie dann mit ihrem Onkel von Freiburg aus in den Schwarzwald hoch fuhr, wollte sie ihren Augen kaum trauen. Doch inzwischen hat sie sich an den Schnee wieder gewöhnt. Er gefällt ihr und bringt schon eine erste Weihnachtsstimmung.

Sie hatte auch zwei Gäste mitgebracht. Zum einen einen "musikalischen Begleiter": Maximilian Becker, bei den Musical-Aufführungen häufig ihr Tontechniker, unterstützte ihren Gesang einfühlsam mit dem Euro-Piano oder der Gitarre. Nicht aus der Karibik ("auch wenn er so aussieht"), sondern von ihren Touren durch Deutschland, hatte sie außerdem David Michael Johnson mitgebracht.

Für den Gast ist Dialekt eine Fremdsprache

Der US-amerikanische Sänger ist als Musicalsolist vom Broadway aus in die ganze Welt und auch auf deutsche Bühnen gekommen. Die beiden Gäste hatten allerdings immer wieder zu kämpfen wenn Sabrina Weckerlin in ihren Dialekt verfiel – eine Fremdsprache für die Gäste. Und für Sabrina Weckerlin immer wieder Anlass für fröhliches Lachen.

Im Mittelpunkt stand natürlich die Musik. Ganz unterschiedliche Stilrichtungen waren zu hören. Natürlich durften auch Lieder aus den Musicals nicht fehlen: Viele Titel sang Sabrina Weckerlin allein, manche aber auch im Duett mit David Michael Johnson. Aber auch er war solistisch zu hören.

Das Publikum war auf jeden Fall begeistert von diesem Abend "unter Freunden".