Von Horst Gütling

Furtwangen. Der Extremsportler Thomas Dold berichtete kürzlich an der Hochschule zum Thema "Bewegt Euch" aus seiner Erfahrung. Bernhard Holunder begrüßte den Gastreferenten.

Fotostrecke2 Fotos

Mit dem Laufen hat Thomas Dold recht früh begonnen und er gewann bereits mit 17 Jahren seinen ersten Volkslauf. Bei der Berglauf- WM 2003 holte er sich die Bronzemedaille.

Im Jahr 2004 erster Sieg in New York

In seiner Spezialdisziplin "Treppenlaufen" schaffte er im Jahr 2004 in New York seinen ersten Sieg im Empire State Building. Es folgten weitere vier erste Plätze. Bei diesem Wettkampf der Hochhaus Road-Runners mussten 2 576 Stufen, 86 Stockwerke und 220 Höhenmeter überwunden werden.

Thomas Dold bewältigte diese Strecke als Erster in einer Zeit von zehn Minuten und neun Sekunden, das sind zwei Stufen in einer Sekunde. Der Hochleistungssportler stand aber nicht immer auf dem Siegertreppchen. Es galt auch, Niederlagen zu überwinden. Wie geht man damit um – ist es Ansporn, weiter zu machen, oder Anstoß gar aufzuhören? Oder sich die Frage zu stellen, "was will ich, was kann ich, wo will ich hin?". Wichtig sei es, die eigene Leistung richtig einzuschätzen und sich mental auf den Wettkampf vorzubereiten, meinte Dold.

Auch das Studium ist Leistungssport

Auch das Studium sei Leistungssport. Nicht nur Wissen sei heute entscheidend, ebenso wichtig ist, wie man es anwendet. Wie beim Laufen sei entscheidend, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige tut. Das helfe im Sport, im Studium und im Leben allgemein. Die richtige Ernährung, gerade bei Prüfungen, sei von großer Wichtigkeit. Mineralien, Obst und Gemüse seien gute Voraussetzungen. Er warnte vor Aufputschmitteln. Diese schafften zwar kurzfristig einen steilen Aufstieg, aber danach einen tiefen Abgang, so der Extremsportler.

"Jeder Mensch hat den gleichen Körper"

Zum Abschluss seines interessanten Referats betonte Thomas Dold: "Fitness ist sehr wichtig, jeder Mensch hat den gleichen Körper und somit die Voraussetzungen, sich zu bewegen, um die geistige und körperliche Belange bis ins hohe Alter zu bewahren." Nicht jeder könne Extremsportler sein, aber jeder könne für sich etwas tun, um gute Lebensqualität durch Sport und Bewegung zu erzielen.