Furtwangen (kou). Ein neues Programm für das Schuljahr 2012/2013 hat der Schwarzwald-Baar-Kreis aufgelegt.

Vor rund zwei Jahren hatte Jugendmusikschul-Leiter Bernd Rimbrecht die Rektorin der Anne-Frank-Grundschule, Margot Müller, angesprochen und angeboten, einen integrativen Musikunterricht einzurichten.

Die Idee wurde aufgegriffen und mittlerweile gibt es zwei Kooperationen für Geige und Violoncello. Das Programm wurde in der ersten Klasse von Lehrerin Julia Gasze verwirklicht und zeigt schon Erfolge.

Moderne Musikpädagogik macht es möglich, dass die über zwanzig Schülerinnen und Schüler "kinderleicht" Violinspiel erlernen.

Geigenlehrer Florian Bachmann brachte nötiges theoretisches Wissen, pädagogische Kenntnis und praktische Anleitung mit.

Das Griffbrett der "Viertel-Geigen" (kleinere, kindgerechte Instrumente) zeigt in verschiedenen Farben die Saiten G, D, A und E an. Am Dienstag wurde der Umgang mit D (rot) und A (gelb) erlernt.

Zunächst wurde der Griff des Bogens mit der rechten Hand geübt. Fuchs und Hase standen am "Frosch" zur Verfügung, Krümmungen der Finger, um den Bogen richtig zu halten.

Mit dem "Scheibenwischer" wurde der Geigenbogen gewedelt, um sicheren Halt zu erlangen.

Ohne Polka wurde "Pizzicato" erlernt, das Zupfen der D(ackel)- und A(ffen)-Saiten. Dann wurde auch mit den Bogenhaaren gestrichen und heraus kam "Schneeflöckchen", wobei sich gesanglich, rhythmisch und streicherisch schon manches Talent zeigte.

Die fundierte Aktion soll Kinder fördern, sich körperlich, musikalisch und sprachlich ausdrücken zu können. Soziales Verhalten und Persönlichkeitsentwicklung sind Ziel. Das "Tandem", das die den Pädagogen Julia Gasze und Florian Bachmann ­bilden, funktioniert. 36 ­didaktische Einheiten von ­wöchentlich 45 Minuten werden in den Schulbetrieb ­integriert.

Auf irgendwelche Beeinträchtigungen einzelner Schüler/innen soll Rücksicht genommen werden.

Der Landkreis greift finanziell unter die Arme. Zum Schuljahresende 2013 wird Bilanz gezogen werden.