Von Stefan Heimpel

Furtwangen. Erfolgreich, auch dank einer perfekten Vorbereitung, verlief am Mittwochabend die Gründung der "Bürgerstiftung Furtwangen". Ziel der Stiftung ist es, in vielfältiger Weise für Furtwangen und die Furtwanger aktiv zu werden.Fritz Funke machte bei der Vorstellung des Projekts deutlich, dass zu Beginn der Ertrag aus der Stiftung noch relativ niedrig ausfallen wird und damit auch mögliche Aktivitäten eingeschränkt sind. Allerdings erhält die Stiftung auch Spendengelder, die dann in voller Höhe und kurzfristig für bestimmte Projekte ausgegeben werden können.

Funke als Sprecher der Initiatoren machte deutlich, dass eine Stiftung im Wesentlichen aus dem Kapital besteht, das von den Stiftern eingebracht wird. Eine solche Stiftung sei "auf die Ewigkeit angelegt", so Funke. Denn das Stiftungskapital darf nie angegriffen werden. Verwendet werden dürfen nur die Zinserträge.

Im Vorfeld der Gründung hatten die Initiatoren bereits zahlreiche Zusagen für Kapital erhalten. Am Mittwoch betrug das Stiftungskapital bereits 90 450 Euro. Das höre sich beachtlich an, so Funke, doch bei dem aktuellen Zinssatz seien Erträge von etwa 900 Euro pro Jahr zu erwarten. Mehr kann die Stiftung zu Beginn nicht für Förderzwecke ausgeben. Allerdings kann die Stiftung auch mit Spenden unterstützt werden. Diese belaufen sich aktuell auf 6535 Euro und können sofort ausgegeben werden, sie sollten nicht angespart werden. Somit kann die Stiftung bereits jetzt Aktivitäten unterstützen. An der Gründung der Bürgerstiftung beteiligt waren dann alle, die zu diesem Termin ein festes Stiftungskapital zugesagt hatten. Die Gründungsstifter verabschiedeten auch die Satzung, wobei die meisten Paragrafen genau vorgegeben sind. Lediglich bei einigen Punkten konnte tatsächlich beraten werden. Funke machte deutlich, dass die Gründung der Stiftung kurzfristig realisiert wurde, weil einige der Stifter aus steuerlichen Gründen noch im laufenden Jahr Kapital stiften wollen.

Die Gründungsstifter wählten auch den ersten Vorstand und Stiftungsrat. Dieser ist das Aufsichtsgremium (vergleichbar einem Aufsichtsrat), während der Vorstand die täglichen Geschäfte führt. Nach der Gründung wird der Vorstand künftig vom Stiftungsrat gewählt.

Als Vorstandsvorsitzender der Stiftung wurde Fritz Funke gewählt, die anderen vier Initiatoren konnten oder wollten sich an der weiteren Leitung der Stiftung nicht beteiligen. Seine Stellvertreterin wurde Silvia Jäger, als drittes Mitglied im Vorstand wurde Burkhard Wild gewählt.

Spontan fand sich mit Maria Gotthard noch ein viertes Mitglied für den Vorstand. Zu den fünf Vorgeschlagenen fanden sich spontan noch zwei weitere. Der Stiftungsrat besteht damit aus Andreas Braun, Hans Buschbacher, Josef Herdner, Robert Jäger, Bettina Rutschmann, Roland Thurner und Rainer Lübbers.