Von Stefan Heimpel

Furtwangen-Schönenbach. Nachdem am Sonntag Pater Franz Hettel bekannt gegeben hatte, dass er als Pfarradministrator von Schönenbach und Linach abberufen wird, war dies verständlicherweise auch ein Thema in der Schönenbacher Ortschaftsratssitzung am Montag.

Ein Bürger fragte an, ob die Gemeinde im Vorfeld informiert worden sei, dass "Pater Hettel in den Ruhestand gedrängt" werden solle.

Ortsvorsteher Hansjörg Hall stellte hier klar, dass es keinerlei Informationen gab. Dies sei auch eine Entscheidung der kirchlichen Behörden und habe nichts mit der politischen Führung der Gemeinde zu tun.

Auch der im weiteren Verlauf der Sitzung vorgelegte Jahresrückblick von Ortsvorsteher Hansjörg Hall begann mit dieser für Schönenbach überraschenden Situation.

"Kleinod der Gemeinde"

Es habe ihn und alle Beteiligten "überrascht und aufs Tiefste betroffen", als er erfahren habe, dass Pater Franz Hettel ab dem 20. Januar des kommenden Jahres von seinen Aufgaben als Ortsgeistlicher und Pfarradministrator der Pfarrei St. Nikolaus entbunden wird.

Dieser Schritt werde außerordentlich bedauert. Aber "Einfluss auf solch eine Entscheidung der Kirchenbehörde hat die politische Gemeinde nicht", so Ortsvorsteher Hall. Pater Hettel wirke seit 1982 in Schönenbach in der Pfarrkirche St. Nikolaus als "Kleinod der Gemeinde", welches auch von vielen Christen von außerhalb geschätzt werde. Er sei nicht nur ein Seelsorger, sondern auch ein Mensch, der für alle Nöte und Wünsche seiner "Schäflein", gleich welchen Glaubens, ein offenes Ohr hat.

Seine Leistungen würden zur gegebener Zeit noch gebührend gewürdigt. "Wir Ortschaftsräte sagen ihm auch dieses Jahr ein besonderes ›Vergelte es Gott’‹!"