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Freudenstadt Delegation zu Besuch in Courbevoie

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Oberbürgermeister Julian Osswald (links) und Bürgermeister Jacques Kossowski bekräftigten durch ihre Unterschriften die Freundschaft zwischen Freudenstadt und Courbevoie. Foto: Breitenreuter

Freudenstadt/Courbevoie - Obwohl die beiden Städte Courbevoie bei Paris und Freudenstadt im Schwarzwald unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie seit 50 Jahren ein starkes Band der Freundschaft. Dieses wurde eindrucksvoll bei einem dreitägigen Besuch einer Freudenstädter Delegation in Frankreich noch fester gezurrt.

In einer bewegenden Feier im Espace Carpeaux, dem kulturellen Zentrum von Courbevoie, wurden die Partnerschaftsurkunden durch Bürgermeister Jacques Kossowksi aus Courbevoie und Oberbürgermeister Julian Osswald erneut unterzeichnet.

Die rund 60 Gäste aus Freudenstadt wurden bereits beim Eintreffen am Sport- und Kulturzentrum in Courbevoie, das sich neben dem altehrwürdigen Stade Municipal befindet, am Sonntag mit Blasmusik der Harmonie municipale de Courbevoie, sozusagen der Stadtkapelle von Courbevoie, empfangen. Bereits vor den Toren des Kulturzentrums erreichte die Stimmung einen ersten Höhepunkt, als die französischen Musiker den "Schneewalzer" anstimmten und die Festgäste zum Schunkeln brachten.

Schwarzwald: "Ein Traum für Städter"

Im festlich geschmückten Theatersaal Espace Carpeaux stimmte das Mandolinenensemble aus Courbevoie mit der neunjährigen Geigensolistin Augustine Parventier die Gäste auf die Feier ein.

Bürgermeister Jacques Kossowski ging auf die Verschiedenheit der beiden Städte ein, die gerade den Reiz der Partnerschaft ausmache. Er schwärmte vom Schwarzwald, der "ein Traum für Städter wie wir" sei. Die Qualität der Umwelt liege ihm am Herzen, beteuerte er. Deshalb entstünden in Courbevoie auch neue Grünflächen, Parks und Gärten. In aller Bescheidenheit meinte Kossowski, dass seine Stadt nie mit Freudenstadt konkurrieren könne. Dennoch solle Bernard Accart, der in Courbevoie verantwortlich für den öffentlichen Raum ist, Kontakt mit seinen Amtskollegen in Freudenstadt aufnehmen. Kossowski zeigte sich in seiner Ansprache als überzeugter Verfechter des europäischen Gedankens. Die Städtepartnerschaften hätten in einem von Wirtschafts- und Finanzkrisen geprägten Europa die Kraft, die Beziehungen zwischen den Nationen aufrecht zu erhalten und "Europa eine Seele zu geben".

Freudenstadts OB Julian Osswald erinnerte an den Besuch der Sportler und der Delegation aus Courbevoie im Mai diesen Jahres und dass bei der Abreise weiße Taschentücher geschwenkt wurden. Dies bedeute Freundschaft zwischen den Völkern. Osswald, der seine Rede teilweise auf Französisch hielt, ging auf die Geschichte der Partnerschaft ein, die bereits 1958 mit einem Schüleraustausch begann und am 1. Oktober 1961 mit der Urkundenunterzeichnung durch die Bürgermeister Bärlin und Deprez besiegelt wurde. Als "bemerkenswert" bezeichnete Osswald dabei auch das Engagement der "Anciens combattants" (ehemalige Soldaten), die die Feindschaft zwischen den Völkern überwunden und eine entscheidende Rolle bei der Verständigung gespielt hätten. Einige der Kriegsveteranen waren beim Festakt in Courbevoie mit dabei. Auch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem ehemaligen Bürgermeister Gerhard Wolf und Charles Deprez sowie zwischen den Beigeordneten Karl Sängle und Eitel-Friedrich Deininger mit Bürgermeisterstellvertreter Claude Kuntz ließ Osswald nicht unerwähnt. Sie hätten seinerzeit die Weichen für die positive Entwicklung der Partnerschaft gestellt. Claude Kuntz, Träger der Bürgermedaille von Freudenstadt, war bei den Feierlichkeiten in Courbevoie mit dabei.

In persönlichen Worten schilderte Julian Osswald, dass die Begegnungen mit Jaques Kossowski und seiner Lebensgefährtin Natache sich inzwischen auch zu einer Freundschaft vertieft hätten. Osswald rief dazu auf, diese Freundschaft aber nicht nur den Delegationen zu überlassen, sondern sie aktiv mitzugestalten.

Zum Abschluss regnet es in Strömen

Als Geschenk zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft überreichte Julian Osswald ein Modell einer massiven Holzsitzbank mit der eingeschnitzten Inschrift "50 ans de jumelage – Freudenstadt-Courbevoie – 1961-2011". Eine Zeichnung der beiden Rathausfassaden von Freudenstadt und Courbevoie überreichte Jaques Kossowski an OB Osswald. Nach dem Unterzeichnen der Urkunden, mit denen die Freundschaft nach 50 Jahren erneuert wurde, stimmte ein Schülerchor die Nationalhymnen von Deutschland und Frankreich an, die von den Gästen mitgesungen wurden. Fröhliches Fähnchenschwenken war angesagt, als die Schüler ein Lied über die Stadtviertel von Courbevoie nach dem Lied von Joe Dassin "Oh, Champs Elysées" anstimmten. Mit anspruchsvollen Tanzdarbietungen beeindruckten zum Schluss Tänzerinnen des Kulturzentrums die Gäste und erhielten auch stürmischen Applaus.

Nach einem Stehempfang gab es im alten Rathaus von Courbevoie "Gänsehautgefühl" (Julian Osswald), als die Kapelle von Courbevoie zusammen mit einem Ensemble der Stadtkapelle Freudenstadt die Gäste im festlich geschmückten Foyer begrüßte und unter anderem "One moment in time" anstimmten. Im Garten des Rathauses von Courbevoie wurde die Feier mit einem Essen abgeschlossen, bei der auch das Original der Sitzbank aus Freudenstadt enthüllt wurde. Dies nutzte Jaques Kossowski, um sich bei OB Julian Osswald und Bürgermeister Gerhard Link sowie deren Ehefrauen mit Geschenken zu bedanken.

Besondere Präsente erhielten auch Ingrid Haas, Sekretärin von OB Osswald, die den Besuch in Courbevoie organisiert hatte, und Fabienne Janz, die als Übersetzerin fungierte. Erinnerungsgeschenke gab es für alle Besucher aus Freudenstadt. Dass es zum Abschluss in Strömen regnete, wertete Jaques Kossowski als Tränen des Himmels zum Abschied. Aber während der übrigen Zeit des Besuchs hatte über Courbevoie und Paris die Sonne gelacht.

 
 

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