Freudenstadt. Auf Einladung der Piratenpartei Calw/Freudenstadt trafen sich Mitglieder und Interessierte des Bezirksverbands Karlsruhe im Hotel Adler in Freudenstadt mit dem Nationalpark-Kritiker Wolfgang Tzschupke. Mit dem Treffen wollten die Mitglieder der Kreisverbände der betroffenen Landkreise die Argumente der Kritiker genauer kennen- und verstehen lernen, wie es in der Pressemitteilung der Piraten heißt.

Im Oktober hatten sie sich bereits bei einer Begehung des Bannwalds Kaltenbronn unter fachkundiger Führung einen Überblick über die Argumente der Befürworter verschafft. Ein erster Versuch, sich dann zeitnah auch mit den Kritikern zu treffen, sei gescheitert, als das bereits fest vereinbarte Treffen vom Verein Unser Nordschwarzwald kurzfristig abgesagt worden sei, so die Piraten. Tzschupke habe sich sofort bereit erklärt, Rede und Antwort zu stehen.

Nach der Begrüßung durch Martin Bartsch, Mitglied des Bezirksverbands, erläuterte Tzschupke den aus seiner Sicht herrschenden Mangel an Sachargumenten für den Nationalpark. Trotz der Sympathie für seinen Vortrag blieb bei einigen Teilnehmern das Gefühl, dass er ebenso den Nachweis der Sachargumente gegen den Naturpark schuldig blieb, so die Piraten. Tzschupke machte seine Vorbehalte an den bereits bekannten Punkten wie Biodiversität, Tourismus, Einbindung der lokalen Bevölkerung und Borkenkäferproblematik fest und wies auch Probleme in anderen Naturparks hin.

In der anschließenden lebhaften und teilweise emotionalen Diskussion erwies sich Manfred Senk, Förster vom Infozentrum Kaltenbronn, als ebenso fachkundiger Sprecher vom anderen Ende des Meinungsspektrums. Nach rund zweieinhalbstündiger Diskussion schloss der Abend mit der versöhnlichen Botschaft, dass es allen Beteiligten letztlich um das Wohl des Nordschwarzwalds geht.