Freudenstadt Sprachbarrieren einfach weggetanzt

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Dem DJ über die Schulter schauen durften die jungen Flüchtlinge bei der Party in Freudenstadt. Foto: Blaich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Ursula Blaich

Einfach einmal Party machen und den jugendlichen Flüchtlingen im Landkreis etwas Abwechslung bieten, wollten die Freudenstädter Jungsozialisten (Jusos) bei ihrer "Refugees Welcome Party" im Kinder- und Jugendzentrum Freudenstadt.

Freudenstadt. Immer mehr Jugendliche aus verschiedenen Ländern, die derzeit im Kreis Freudenstadt Asyl suchen, kamen im Lauf des Abends ins KiJuz zur Willkommensparty der Jusos und feierten und groovten zusammen mit deutschen Jugendlichen. Es herrschte eine fröhliche ausgelassene Stimmung.

Sprachbarrieren wurden in lockerer Atmosphäre einfach weggetanzt. Viele der Flüchtlinge waren froh, einmal etwas anderes zu sehen und von ihrer Situation Abstand zu bekommen. Die Idee zu dem interkulturellen Austausch stammte von dem 18-jährigen Schüler Jonas Jung, der seit Juni vergangenen Jahres neuer Juso-Vorsitzender des Freudenstädter Kreisverbands ist. Zusammen mit einem zehnköpfigen Team organisierte er die Party.

Jonas Jung startete unter anderem eine Offensive in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Die Zielgruppe war klar: Jugendliche. Nicht übereinander, sondern miteinander reden war angesagt, tanzen, sich interkulturell austauschen und eine weltoffene Gesellschaft leben und feiern. Auch die Mitarbeiter des KiJuz fanden die Idee zur Multi-Kulti-Party gut und unterstützten sie.

Clemens Schmid von der Lehrergruppe des Baiersbronner Asylkreises war mit einer Gruppe von 16 Jugendlichen aus Baiersbronn zur Party gekommen. Die jungen Männer seien vor drei Monaten aus Pakistan über Ellwangen nach Baiersbronn gekommen, erzählte er.

Auch Uta Schumacher, die SPD-Landtagskandidatin, kam zur Willkommensparty und begrüßte Jugendliche aus Freudenstadt, Horb, Baiersbronn, Loßburg und Obertal. "Toll dass ihr da seid – and have fun" sagte sie bei ihrer kurzen Begrüßungsrede. Danach ging es wieder mit flotter Partymusik mit dem Team vom "DJ Projekt H" weiter. Mit Dance, House, Electro und Club Music sorgten die DJs für die richtige Stimmung und ließen sich beim modernen "Plattenauflegen" am Laptop auch gerne von den Jugendlichen aus aller Welt über die Schulter schauen.

Eine Non-Profit-Bar mit Soft-Drinks und Bier zu günstigen Preisen sorgte dafür, dass sich alle Besucher ein Getränk leisten konnten. Der einzige Gewinn, der aus der Veranstaltung mitgenommen werden solle, sei der, dass die jugendlichen Flüchtlinge etwas mehr Integration erfahren und sie sich in Deutschland etwas mehr zu Hause fühlen sollen, betonte Jonas Jung. Er war überwältigt von dem großen Erfolg der "Refugees-Welcome-Party".

Auch Uta Schumacher freute sich über die gelungene Veranstaltung. Sie konnte auch einige ihrer ehemaligen Kepler-Schüler begrüßen, die mit einer Gruppe von 14 unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen, die von der Stiftung Eigen-Sinn betreut werden und die derzeit in der Jugendherberge untergebracht sind, gekommen waren.

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