Die beiden Athleten Lukas Bächle und Philipp Gaiser der DLRG Ortsgruppe Loßburg haben sich in einem zweijährigen Marathon von Qualitfikationswettbewerben im In- und Ausland zur Rescue 2012 mit ihren württembergischen Kaderkameraden aus Bietigheim-Bissingen qualifizert. Vom 7. bis 18. November fanden im südaustralischen Adelaide nun die Interclub Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen statt.

Eine zeitlich optimale Trainingseinstellung, aber sicher auch die Atmosphäre der Wettkampfarenen in Adelaide und der Pazifische Ozean ließen die Topathleten in Höchstform auflaufen. Philipp Gaiser überraschte gleich beim ersten Auftritt in den Pool-Disziplinen über 100 Meter Rescue Medley. Dieses kombinierte Schwimmen setzt sich aus 50 Meter Sprint, 17,5 Meter Tauchen, Aufnahme eines Rettungsdummies aus drei Metern Wassertiefe und das Schleppen desselben über die restlichen 32,5 Meter. Das ganze gelang Phlipp in 1:25,2 Minuten, was ihm das B-Finale bescherte. Dort legte er nochmals zu und schlug als Elfter in 1:23,9 Minuten an.

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Damit war auch die Mannschaft motiviert. Die vier mal 50 Meter Obstacle Relay (Hindernisschwimmen) konnte das Team durch die Vorläufe jeweils als die bestes durchstehen und landete im A-Finale. Gegen Beckup-Lippetal (Deutschland), Wanda (Neuseeland), Terrigal (Australien) und Durban (Südafrika) mussten sie sich geschlagen geben. Mit 1:54,21 Minuten gelang den Jungs Platz fünf.

Weiterhin motiviert ging es am dritten Pooltag in den Wettkampf über die 4 mal 50 Meter Rescue Medley (Rettungsstaffel). Auch hier gelang Philipp, Lukas, Robin, Max und Benjamin jeweils die Vorläufe als Beste zu absolvieren und erreichten das A-Finale. Dieses sollte sich als echter Krimi entpuppen. Beckup-Lippetal (Deutschland) und Wanda (Neuseeland) schlugen exakt zeitgleich als erste in 1:39,76 Minuten an (WR 1:36,37). Terrigal (Australien) war nur einen Hauch von 21 Hunderdstel schneller als die Württemberger Mannschaft (Bietigheim-Bissingen), sodass sie die Bronzemedaille. verpassten.

Die Wettkampftage vier bis sechs fanden am Glenelg Beach im Pazifischen Ocean statt. Im Beach-Sprint über die vier mal 90 Meter qualifizierte sich die Mannschaft ebenfalls fürs Finale und erreichte Platz acht. Lukas Bächle erreichte im Beach Sprint über mehrere Läufe das Finale der Top 16.

Nochmal richtig schwer wurde die Ocean-Disziplin Rescue Tube Rescue. Hier startete Philipp Gaiser durch die Wellen 200 Meter hinaus aufs Meer. Nach Anschlag an einer Boje und Signal durch den hochgestreckten Arm durfte Max Baude mit dem Gurtretter und Flossen vom Beach losstarten. Die Flossen werden nach den ersten Wellen im Wasser angezogen, dann musste Baude zu Gaiser schwimmen und ihn mit dem Gurtretter zurückziehen.

Im Flachwasser warteten dann Lukas Bächle und Robin Wallmersberger, die den verunfallten Schwimmer übernahmen und 100 Meter über den Strand zum Zieleinlauf ziehen mussten. Dieses Szenario mussten die Jungs mehrfach durchlaufen, bis ins B-Finale, wo sie dann immerhin Platz zwölf belegten.

Dass es so gut lief war auch eine große Überraschung für Trainer und Vereinskameraden, die die Wettkämpfe von zu Hause via Internet verfolgtem. Bei ihrer Rückkehr wurden die Loßburger Rettungsschwimmer in ihrem DLRG-Heim feierlich empfangen, so gar der Erste stellvertretende Bürgermeister Hauser ließ es sich nicht nehmen, zu gratulieren.

Ergebnisse: Lukas Bächle, Philipp Gaiser (LOS), Robin Walmersberger, Benjamin Geyer (BI-BI)

Mannschaft: 4. Vier mal l50 Meter Rescue Medley, Gurtretterstaffel 1:43,42, 5. Vier mal 50 Meter Obstacle Relay, Hindernisstaffel 1:54,21, 8. Finale Beach Relay (vier mal 90 Meter Beach Sprint), 12. Finale Rescue Tube Rescue (Ocean Gurtretterstaffel)

Einzel: 11. Philipp Gaiser 100 Meter Rescue Medley 1:23,99 (kombiniertes Schwimmen, B-Finale), 16. Lukas Bächle 90 Meter Beach Sprint (Finale), 17. Lukas Bächle zwei Kilometer Beach Run, 19. Philipp Gaiser 100 Meter Manikin Carry 1:01,69 (100 Meter Retten mit Flossen), 27. Lukas Bächle 100 Meter Manikin Carry 1:09,57 (100 Meter Retten mit Flossen), 28. Philipp Gaiser 100 Meter Manikin Tow 1:04,65 (100 Meter Lifesaver, Puppe, Gurtretter und Flossen).