Von Arno Schade

SF Salzstetten – VfL Mühlheim (Samstag, 14 Uhr). Krasser könnten die Unterschiede kaum sein. Wegen der im August herrschenden großen Hitze wurde das Spiel beider Mannschaften in Mühlheim erst am späten Nachmittag angepfiffen. Beim Rückspiel darf bei angekündigten Minustemperaturen wohl kräftig gezittert werden.

Wenn in Salzstetten überhaupt gespielt werden kann, denn Schneefälle waren auch für die Nacht auf Freitag angekündigt. Gestern Nachmittag allerdings ging SF-Trainer Andreas Hug nach der aktuellen Lage noch von einer Durchführung des ersten Rückrundenspiels aus, "und ich hoffe, dass es auch so bleibt."

Immerhin hat ihm der Auftritt seiner Mannschaft gegen den FC Gärtringen trotz der letztlichen unglücklichen Niederlage Mut gemacht darauf zu hoffen, "dass gegen Mühlheim vielleicht der erste Heimsieg der Saison gelingt." Zumal die Gäste derzeit ebenfalls eine Negativserie aufweisen.

Beim Blick zurück auf die wahrlich heiße Landesligapremiere beim Mitaufsteiger erinnert sich Andreas Hug zum einen mit Freude an den frühen Führungstreffer von Mario Kreidler, aber auch an das vom Schiedsrichter zu Unrecht nicht anerkannte 1:2 von Daniel Hämmerle sowie gravierende Abwehrfehler, die letztlich zur 1:3-Niederlage führten. Vor allem mit dem schnellen Max Drössel, gerade auch wieder Torschütze des VfL Mühlheim bei der 1:4-Niederlage in Nagold, kam die Salzstetter Defensive überhaupt nicht zu Recht.

"Vorne haben die schon Qualität", warnt Andreas Hug auch vor dem zweiten Aufeinandertreffen vor den Mühlheimern. Die Mannschaft müsse daher an die kämpferische Einstellung gegen Gärtringen anknüpfen und zudem auch mit spielerischen Mitteln den Weg zum Erfolg suchen "nur mit langen Bällen wie im letzten Heimspiel wird es nicht funktionieren." Dabei hofft Hug auf den Einsatz von Mario Kreidler, der am Dienstag das Training noch ausfallen lassen musste. Wieder auf der Wiese stand dagegen Florian Neuchel, "hat aber erst einmal nur mit angezogener Handbremse trainiert", so Andreas Hug.

Deutlich größer sind schon seit einigen Wochen die Personalsorgen von Mühlheims Trainer Helmut Wunderlich. "Dass wir schon seit Ende September ohne fünf Stammspieler auskommen müssen, ist mit ein Grund für die zuletzt schwache Ausbeute", so der VfL-Coach, "als wir anfangs der Saison vollzählig waren haben wir auch gepunktet." Insgesamt fehlte es im Kader des Aufsteigers an Breite, so Wunderlich. Dennoch habe man in den letzten Wochen unter anderem gegen Gärtringen, Schramberg und zuletzt auch in Nagold gute Auftritte gezeigt, die dem Trainer auch Mut für das noch einmal ganz wichtige Spiel am Samstag in Salzstetten machen.

"Wir sollten dieses Spiel gegen einen Mitkonkurrenten schon gewinnen, das ergibt sich aus der Tabellenkonstellation", demonstriert der Trainer des mit 15 Punkten auf dem viertletzten Platz unmittelbar vor der SpVgg Freudenstadt rangierenden VfL Mühlheim Entschlossenheit, der sich zudem festlegt: Sollte Salzstetten verlieren, dann wird es für den Gegner in Sachen Klassenerhalt wohl ganz, ganz schwer..."

An Motivation fehlt es Helmut Wunderlich und seiner Mannschaft also nicht, zumal die Gäste bei einem Sieg mit 18 Punkten den Anschluss zum Mittelfeld wieder hergestellt und sich damit deutlich bessere Perspektiven erarbeitet hätten. "Dann sind wir wieder gut dabei im Kampf um die sicheren Tabellenplätze", meint Helmut Wunderlich, der daher auch über eine Austragung der Partie am ersten Adventswochenende nicht traurig wäre.

"Schließlich weiß man auch nie, wie bei einem Ausfall und der Ansetzung des Nachholspiels im Februar/März das Wetter ist. Und wenn dann noch an einem Mittwoch Abend gespielt werden müsste, wäre das bei einer eineinhalbstündigen Anfahrt für uns schon ein klarer Nachteil."