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Freudenstadt Möchtegern-Rocker kriegt das Hosenflattern

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Freudenstadt. Rocker-Alarm gab es diese Woche in der Freudenstädter Innenstadt – allerdings falschen. Ein 52-jähriger Mann mit Kutte und Pistole im Hosenbund machte auf "Hells Angel" – brachte sich mit dieser Form von "Amtsanmaßung" aber eher selbst in Gefahr.

Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, spielte sich der Fall am Montag in der Martin-Luther-Straße ab. Augenzeugen reagierten erschrocken, als der Mann mit Kutte und Waffe vor dem Imbiss aufkreuzte. Verstörend sei auch gewesen, dass der Aufzug so wenig zum sonstigen Erscheinungsbild des angeblichen Rockers passte. Er wurde als eher kleinwüchsig und schmalbrüstig beschrieben, bringe wohl "keine 60 Kilo auf die Waage". Ein Passant alarmierte die Polizei. Der Vorfall war offenbar schnell geklärt: "Es handelte sich definitiv nicht um ein Mitglied der Hells Angels", so der für Rocker-Angelegenheiten zuständige Ermittler der Polizei Freudenstadt. Der Mann wurde von seinen Kollegen aufgegriffen.

Bei der Vernehmung stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um eine Schreckschuss-Pistole handelte. Einen sogenannten kleinen Waffenschein dafür habe der 52-Jährige nicht. Deshalb ergehe Anzeige gegen den Mann.

Die Kutte habe auf den ersten Blick den Eindruck erwecken können, der Mann sei Mitglied des berüchtigten Rocker-Clubs. Es habe sich aber um eine Maskerade gehandelt, keine echten Embleme. Die "körperlichen Proportionen" hätten in der Tat "nicht gepasst". Der Mann habe bei der Vernehmung angegeben, nur ein Bier in der Gaststätte trinken zu wollen – und wollte sich mit dem Aufzug wohl wichtig machen. Eine Gefahr sei von ihm nicht ausgegangen, höchstens für sich selbst. Wäre er in dem Aufzug einem echten "Angel" oder einem befeindeten "Bandido" in die Finger gelaufen, hätte es böse ausgehen können. Die Clubs reagieren in solchen Fragen humorlos. "Der Mann wurde auf mögliche Konsequenzen seines Handelns aufmerksam gemacht. Das hat ihn beeindruckt", so der Beamte. Er sei "sehr nervös" geworden.

Clubs reagieren humorlos

Laut Polizei gebe es im Kreis Freudenstadt seit Jahren keine Probleme mehr mit Rocker-Clubs, es seien weder Aktivitäten noch Clubmitglieder bekannt. Was den Vorfall vor einigen Wochen auf der Hauptkreuzung am Marktplatz betrifft, gibt es mittlerweile ebenfalls neue Erkenntnisse.

Wie berichtet, hatten zwei Fahrer schwerer Maschinen einen anderen Motorradfahrer an der roten Ampel auf offener Straße vermöbelt. Laut Polizei habe es sich hier trotz ähnlichen Aussehens um "Biker", nicht um Rocker im klassischen Sinn gehandelt. Auch der Grund für den handfesten Streit stelle sich mittlerweile etwas anders da. Der Fahrer einer Rennmaschine hatte sich wohl in den Korso der Biker gedrängelt, es habe gegenseitige beleidigende Gesten gegeben. An der Kreuzung soll der Fahrer der Rennmaschine gegen eins der Bikes getreten haben, ehe die beiden anderen handgreiflich wurden. Alle drei Fahrer wohnen nicht in der Region, waren auf der Durchfahrt.

 
 

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