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Freudenstadt Mit schwindelerregendem Presto

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Paul Theis (links) und Bernhard Kratzer an der großen Orgel der Stadtkirche. Foto: Adrian Foto: Schwarzwälder-Bote

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Ein großes und treues Publikum erwartete das in Freudenstadt bekannte und beliebte Duo, Bernhard Kratzer (Trompete) und Paul Theis (Orgel), die allen Erwartungen wieder voll gerecht wurden.

Freudenstadt. Mit einem variantenreichen Programm gelang es den beiden Musikern, die Zuhörer in der Stadtkirche zu begeistern. Nun schon seit 20 Jahren spielen die Künstler im Duo in der Instrumentalkombination Orgel und Trompete, erläuterte Paul Theis eingangs zur Begrüßung der Zuhörer. Alle auf dem Programm stehenden Kompo­-sitionen für Orgel und Trompete stammten aus eigener Bearbeitung, die Orgel-Solo-Stücke wurden von Giacomo Stachelbeer transponiert.

In eindrucksvollem musikalischen Kontrast erklangen helle, virtuose Trompetenklänge gegenüber den zahlreichen, teilweise tiefen Passagen der Orgel. Mit dem Konzert B-Dur von Tomaso Albinoni (1671 bis 1751), einem Zeitgenossen von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750), eröffneten die beiden von der Orgelempore aus das musikalische Geschehen. Zupackend und frisch, ganz im Stil venezianischer Tonkunst, geprägt durch rasche Sätze und eindrucksvolle Spielfreude und Prägnanz, zeichnete sich dieses Werk im feierlichen Allegro, andächtigen und besinnlichen Andante und einem flotten Allegro-Schlussteil, in dem die Trompete mit flottem, virtuosen Spiel, geschmückt mit lebhaften Trillern, dominierte, aus.

Paul Theis zeigte anschließend von der Orgel im Altarraum mit dem Concerto BWV 971, dem "Italienischen" von Bach, das der Komponist ursprünglich für ein zweimanualisches Cembalo geschrieben hatte, die große Kunst professionellen Orgelspiels. Einem fröhlichen Andante, gespickt mit rasanten Läufen, die große Fingerfertigkeit erforderten, folgte ein ruhiges Andante mit schwindelerregendem Presto, in dem der Organist so richtig seine Musizierfreude zeigte.

Als kleinen Ausflug in die Welt der Oper spielten Theis und Kratzer die Arie des Don Ottavio aus der bekannten Mozart-Oper "Don Giovanni", die sie für ihre Instrumente bearbeitet hatten. Mit dem von Katzer geblasenen eindrucksvollen Corno da caccia (Jagdhorn) boten beide gemeinsam die wohl bekannteste Tenorarie mit dem Titel "Dalla sua pace", in der der Sänger Rache am Mörder des Vaters seiner geliebten Frau schwört. Wunderschön klangen die dunklen Töne des Horns, meditativ und voller Hingabe geblasen, zurückhaltend von der Orgel begleitet.

Einen romantischen Beitrag mit dem Notturno aus Felix Mendelssohn Bartholdys (1809 bis 1847) Sommernachtstraum präsentierte Paul Theis – ein Stück zum Träumen, gefühlsbetont, mit Hingabe und zart interpretiert. Im barocken Trompetenkonzert D-Dur von Guiseppe Torelli (1685 bis 1709) zeigten beide Künstler noch einmal in harmonischem Zusammenspiel, munter und furios von der Trompete geblasen und ruhig von der Orgel begleitet, ihr Können.

Es folgte als Orgelsolo von Louis Vierne (1870 bis 1937) der "Carillon de Westminster" mit seinen berühmten Schlägen des Big Ben und der "Berceuse", einem Wiegenlied, das Vierne geschrieben hatte, als er in London wegen der Glockenschläge der berühmten Uhr keinen Schlaf finden konnte.

Mit dem Konzert Es-Dur von Vincenzo Bellini (1801 bis 1835) fand der Abend seinen Abschluss. Bernhard Kratzer zauberte noch einmal eindrucksvolle Pointen und steigerte sich im Wettstreit mit der Orgel zum brillanten Finale. Das Publikum stand zum Applaudieren auf und bekam einige Zugaben, darunter das virtuose "Trumpets Voluntary" von Jeremiah Clark.

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