Von Arno Schade

Winterliche Eindrücke, aber nicht die erhofften Weltcuppunkte brachten die beiden Starter des SV Baiersbronn von ihrem sportlichen Trip ins Land des Weihnachtsmanns mit.

In der Tiefkühltruhe von Kuusamo fehlten dem Skilangläufer Andreas Katz am Samstag allerdings nur wenige Sekunden zu einer Platzierung unter den besten 30.

In Nordfinnland hatte der nordische Kombinierer Manuel Faißt nach seinem erfolgreichen Saisoneinstand eine Woche zuvor diesmal nur einen Kurzauftritt. Ausgerechnet der Wettkampfsprung des 19-Jährigen war sein schlechtester auf der Großschanze von Ruka, wo er im Training auf 125 und 113 m kam.

Nachdem er im Probedurchgang mit 127,5 m noch die zwölftbeste Weite notieren lassen konnte und damit auf einen erneuten Platz unter den ersten 15 hoffen durfte, landete er im Wertungsversuch bereits bei 101,5 m. Angesichts des sich daraus errechnenden Rückstands von 4:21 Minuten auf den Sprunglaufsieger Jason Lamy Chappuis verzichtete Manuel Faißt ebenso wie der ebenfalls zu kurz gesprungene Björn Kircheisen in Absprache mit dem deutschen Trainerteam auf einen Start im 10 Kilometer-Langlauf auf einer schweren Strecke und bei sehr tiefen Temperaturen.

Auch für die beiden deutschen Duos im Teamsprint-Wettbewerb wurde der Baiersbronner nicht nominiert. Die nächste Chance auf Weltcuppunkte hat Manuel Faißt in zwei Wochen bei den Wettbewerben in der Ramsau. Die am 8. und 9. Dezember vorgesehenen Weltcuprennen in Erzurum sind wegen organisatorischer Probleme der türkischen Gastgeber der Junioren-Weltmeisterschaft 2012 abgesagt worden.

Einen dreiteiligen Wettbewerb mit jeweiligen Einzelwertungen und einem Gesamtergebnis mit voller Weltcuppunktzahl hatten die Skilangläufer in Kuusamo zu bestreiten.

Den Sprint zum Auftakt beendete Andreas Katz auf Platz 64, war mit seiner Qualifikationszeit von 2:52,61 min aber in einem sehr dicht beieinander liegenden Feld nur um rund fünf Sekunden von Rang 30 entfernt.

Diesen mit einem Weltcupzähler belohnten Platz hatte Katz am zweiten Tag beim Freistil-Rennen über zehn Kilometer dicht vor Augen, der sich im Verlauf des Wettbewerbs immer weiter nach vorne arbeitete. Hinter Jens Filbrich (22.) und seinem Trainingskollegen Tobias Angerer (29., 22:43.5 min), aber unmittelbar vor Tim Tscharnke, war Andreas Katz am Ende drittbester deutscher Läufer und mit seiner Zeit von 22:46,0 min nur wenig langsamer als Angerer.

Eine kämpferisch starke Leistung zeigte Andreas Katz auch im gestrigen 15 Kilometer-Rennen im von ihm weniger bevorzugten klassischen Stil. Dennoch fiel er am Ende in 45:45,8 min auf Endplatz 62 des Ruka-Tripel zurück und musste die anderen deutschen Läufer diesmal passieren lassen. Er muss jetzt darauf hoffen nach seinem guten Auftritt im Skating für die nächsten Rennen im Continentalcup nominiert zu werden, um sich im Hinblick auf die angestrebte Qualifikation für die Teilnahme an der Tour de Ski weiter empfehlen zu können.