Von Alexandra Alt Freudenstadt. So viel Lob gibt’s selten. Weil die Stadtverwaltung einen Antrag der FWV-Fraktion befürwortet hatte, waren die Gemeinderäte bei der jüngsten öffentlichen Sitzung voll des Lobes. Eine Informationsstelle für Touristen soll in Trägerschaft der Erlacher-Höhe im ehemaligen Back-Shop im Bahnhofsgebäude eingerichtet werden. Den Ableger der Tourist-Info am Marktplatz zu realisieren kostet 10 000 Euro, weiter schießt die Freudenstadt Tourismus einen jährlichen Beitrag in Höhe von 17 500 Euro zu.

Die Einrichtung des Info-Büros entsteht im Rahmen eines Inklusionsprojekts, an dem auch die Agentur für Arbeit beteiligt ist. Wie Oberbürgermeister Julian Osswald betonte, diene das Projekt der sozialen Teilhabe behinderter Menschen oder Langzeitarbeitsloser. Osswald: "Das ist ein Musterprojekt in mehrfacher Hinsicht."

Die Stadt verspricht sich von diesem Pilotprojekt ein Mehr an Sauberkeit, ein Mehr an Sicherheit und ein Mehr an Service, wie es Tourismusdirektor Michael Krause formulierte. So ging der Antrag auch – bis auf eine Enthaltung – einstimmig aus. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.

Übrigens: In einem zweiten Schritt ist eine mobile Version der Tourist-Info angedacht. Damit folgt die Verwaltung auch einem Antrag der BA-Fraktion, die sich diese Variante gewünscht hat.

Friedrich Wolf (FWV) betonte, wie dankbar man der Erlacher Höhe sein müsse. Gab aber auch zu bedenken, dass es sich bei der Investition um ein Vorgriff auf den Haushalt 2013 handle. Stadtrat Andreas Bombel (CDU): "Wir sind sogar neidisch, dass uns das nicht eingefallen ist." Die SPD blies mit Günter Braun ins gleiche Horn: "Eine bessere Inklusion gibt es nicht."