(pb). Mit 12:23 (4:8) unterlag die Damenmannschaft der SG Freudenstadt/Baiersbronn im südbadischen Pokal der HSG Freiburg. Dabei zeigte die Mannschaft von Trainer Adelbert Boschert ein engagiertes Spiel gegen den Drittligisten und konnte zumindest in der ersten Hälfte die Partie zeitweise offen halten.

Die Rollen waren vor Beginn der Partie klar verteilt. Der Südbadenligist aus Freudenstadt und Baiersbronn war klarer Außenseiter und rechnete sich gegen den Dritt-Bundesligisten nicht allzu viel aus. Dennoch begann die Partie vor guter Zuschauerkulisse recht ausgeglichen. Zunächst bestimmten vor allem die Abwehrreihen das Geschehen. Sowohl die Gastgeber, als auch die badischen Gäste, konnten sich zunächst kaum durchsetzen und nach knapp zehn Minuten stand es immer noch 1:1. Die Gastgeberinnen hatten in dieser Phase sogar die besseren Chancen, scheiterten oft aber an ihrer Nervosität oder an der starken Torfrau Fischer im Freiburger Gehäuse.

Der Drittligist legte danach dann eine Schippe drauf und konnte sich in kurzer Zeit auf 1:5 absetzen. Die SG blieb aber dran. Tore von Eva Guhl und Nicole Knödler bedeuteten das 3:5, ehe die Gäste wieder durch die starke Daniela Ganter 3:8 davon zogen. Eva Guhl konnte dann noch auf 4:8 verkürzen und die Gastgeberinnen gingen mit diesem respektablen Rückstand auch in die Kabinen. Dass der Vorsprung nur so relativ knapp war, lag vor allem auch an der starken Nathalie Wörner im Tor der SG, die ihrer Kollegin im Freiburger Gehäuse in nichts nachstand und mit etlichen Paraden aufwarten konnte.

Nach dem Wechsel konnten die Freiburgerinnen zunächst den Vorsprung auf 4:10 erhöhen. Die junge Laura Springmann und Katja Günter brachten zwar ihre Farben wieder bis auf 6:12 heran, doch mit zunehmender Spieldauer setzte sich der Gast dann sukzessive weiter ab. Die SG war nun im Angriff häufig überfordert und konnte sich nicht konsequent gegen die gut gestaffelte HSG- Abwehr durchsetzen. Dadurch hatten die Gäste vor allem in der Schlussphase vermehrt Chancen über Tempogegenstöße zum Erfolg zu kommen, die sie auch häufig nutzten.

Am Ende gewann der Favorit verdient, doch die Heimmannschaft und ihr Trainer können erhobenen Hauptes aus dieser Partie gehen. Vor allem in der Abwehr zeigten die Gastgeberinnen gute Ansätze. SG Freudenstadt/Baiersbronn; Tor: Nathalie Wörner, Jessica Möhrle; Feld: Jasmin Wanke, Laura Springmann (1), Laura Gawehns, Nicole Knödler (2), Jasmin Neisser, Eva Guhl (3), Daniela Gaiser (1), Rebecca Obkircher, Katja Günter (4/2), Henriette Braun (1).