Freudenstadt Großer Umzug durch die Stadt

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Foto: Schwark

Freudenstadt - Rund 3000 Hästräger in 93 Gruppen machten beim größten Umzug in der 33-jährigen Geschichte der Narrenzunft Freudenstadt am Samstag die Freudenstädter Innenstadt unsicher.

Zum 33-jährigen Bestehen der Freudenstädter Narrenzunft hatte der Wettergott eine windige Überraschung parat. Das störte aber die mehrere tausend Zuschauer nicht. Die zahlreichen Zünfte wurden zunächst im Rathaus beim Zunftmeisterempfang von Bürgermeister Gerhard Link, dem Vorsitzenden der Narrenzunft, Christoph Hartmann, und Zunftmeister Karl-Heinz Schau begrüßt.

Die Freudenstädter Guggenmusik Hexa Heuler begleitete den Empfang mit fetzigen Klängen, bevor die No Kids des NGZ ihre Beine schwangen. "Ihr Zunftmeister aus nah und fern, im Namen der Stadt begrüß’ ich Euch gern", rief Bürgermeister Link den Gästen entgegen. "Willkommen hier im Sitzungssaal, die Tagung heut isch koi Qual", ergänzte er. Ein großes Lob ging an die Narrenzunft Freudenstadt, die mit Bergmännle, Bärenfänger, Belzebuaba und Keaberghexen einen festen Platz in der Stadt gefunden hat.

Nachdem die Narrenzunft ihre Gastgeschenke überreicht hatte, standen die Narren zum Startschuss zum wohl größten Narrenumzug, den Freudenstadt je gesehen hat, bereit. An der Venus kommentierten sachkundig Markus Schlör und Hartmut John den Umzugsverlauf. Beim Amtsgericht informierten gut gelaunt und sachverständig Klaus Gröning und Thomas Armbruster über das närrische Treiben auf Freudenstadts Straßen.

Mehr als zwei Stunden konnten sich die Besucher an dem bunten Getümmel sattsehen. Wilde Hexen trieben ihr Unwesen, und wer nicht schnell genug war, musste manche Konfettisalve erdulden oder wurde in einen der zahlreichen Zunftwagen gezogen, um dann wieder in die Freiheit entlassen zu werden.

Mehrere Guggenmusikgruppen verliehen dem Fasnetsumzug die richtige Würze. Gruppen aus nahezu ganz Baden-Württemberg waren zum Umzug gekommen. Traditionell wurde der Jubiläumsumzug von den Hexa Heulern angeführt, die das Stimmungsbarometer gleich steigen ließen. Die Narrenzunft Freudenstadt folgte mit ihren Figuren. In Kinderwagen war auch schon der Narrensamen mit dabei.

Auch der Narrenrat der Dornstetter Drillerhansele machte Bürgermeister Gerhard Link auf dem Podium seine Aufwartung. Massenweise Bonbons wurden von den Gruppen ins Publikum geworfen, was nicht nur den Kindern Freude bereitete. Schnee brachten die Schneeberghexen vom Kniebis zwar keinen mit, dafür heizten die Grenzweg-Sinfoniker mit ihrer Musik die Stimmung an. Viele Narrenzünfte aus der Umgebung, beispielsweise aus Dietersweiler, dem Stockerbachtal, aus Schapbach, Baiersbronn, Oberiflingen oder Dornstetten waren gekommen. Schmissige Klänge lieferte auch der Fanfarenzug aus Aach ab. Hexen aller Art, Seelenfänger, Sonnen-Hänsele, Waschweiber, Schneewölfe und viele weitere Symbolfiguren der schwäbisch-alemannischen Fasnet sorgten für Kurzweil.

Nach dem Umzug öffnete der Himmel seine Schleusen. Die Narren hatten wohl einen guten Draht zum Wettergott gehabt.

  
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