Freudenstadt - Hämmernde Beats und wildes Treiben im Norden und Süden – trotz November-Regens: So präsentierte sich die "neue" Kneipennacht in Freudenstadt.

Die Electroclubbers kennt man als Veranstalter der Summer Visions im Gewerbegebiet Sulzhau. Jetzt haben sie das Konzept der Kneipennacht aufgegriffen und ihm ihren eigenen Schliff verpasst. Statt Bands setzt man auf DJs. Wer am Samstagabend in Freudenstadt war, der konnte sehen: Den Partygängern zwischen 18 und 25 gefällt’s. Publikum und Musik, beides ist etwas jünger und erinnert eher an Disco als an Musikkneipe. Während bei den früheren Kneipennächten die Live-Bands im wahrsten Sinne des Wortes viel Raum in Anspruch nahmen, freute sich das Partyvolk jetzt über viel Freiraum auf der Tanzfläche.

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Mit 800 verkauften Vorverkauf-Tickets können die Electroclubbers zufrieden sein. Allerdings fegte der andauernde November-Regen die Straßen leer und hielt wohl Einige davon ab, von Kneipe zu Kneipe zu tingeln. Erschwerend kam hinzu, dass vier der Bars im Süden und die restlichen im Norden der Stadt gelegen sind. So verteilten sich die Gäste auf zwei Locations – dazwischen eine lange Durststrecke.

Im Süden waren das Enchilada, Sammelsurium, Zeppelin und Sa Clau mit von der Partie. Hier setzte man auf House, Techno und Hip Hop, dazu mische man Aktuelles aus den Charts.

Im Norden wurden härtere Töne aufgelegt. Aus dem Bahnhofscafé und Waagstadl hämmerten satte Electro- und Progressive House-Beats. Im Bonaparte hörte man dazwischen den ein oder anderen Schlager – schließlich musste der Beginn der Fastnachtsaison gefeiert werden. Und in der umfunktionierten Bahnhofs-Schalterhalle sorgte Rock – von Classic bis Hard’n’Heavy – für musikalische Erfrischung. In dieser Ecke traute sich auch der ein oder andere ältere Partygast auf die Tanzfläche. Beim After-Hour-Special wurde in drei Bars bis 5 Uhr morgens weiter gefeiert und getanzt.