Für Sportlehrer Sebastian Blume hat der Schwimmunterricht an den letzten Donnerstagen jeweils bereits weit vor dem eigentlichen Unterrichtsbeginn begonnen. Gegen 7.15 Uhr ist er direkt ins Hallenbad gefahren, um für eine besondere Aktion einige Kajaks der Kanupoloabteilung des ASV Horb aus dem Keller zu holen,die dort während des Winters für das Training Samstag abends lagern.

Auf dem Programm standen ganz besondere Schulsportstunden für die Klassen 6a und b der Werkrealschule Horb, die mit ihrer Sportlehrerin Birgit Kipp wenig später ebenfalls im Hallenbad ankamen.

Zunächst standen lediglich zwei sehr kleine Spielboote, die nicht für Kanupolo geeignet sind, zur Verfügung. Zunächst galt es für die ersten interessierten Schüler ohne Paddel etwas Erfahrung zu sammeln um ein Gefühl für das Boot und sein Kippverhalten zu bekommen. Später wurden dann auch die Paddel ausprobiert und dabei kamen einige Jugendliche mit der Drehung der Paddelflächen gleich gut zurecht, während andere dabei doch die einige koordinativen Schwierigkeiten hatten.

In der nächsten Stunde absolvierten die Schüler ihre Übungen bereits in zwei Polobooten, was den Andrang spürbar erhöhte, zumal bereits der Poloball ins Spiel kam. Erste Versuche wurden unternommen, sich den Ball vom Boot aus zuzuwerfen. Die Schülerinnen und Schüler mussten jedoch schnell feststellen, dass das Werfen und Fangen im Sitzen deutlich schwerer ist, als es zunächst von außen aussieht. So blieben auch die ersten Kenterungen nicht aus, wenn zu beherzt nach den Ball gegriffen wurde. Doch auch ungewollte Bekanntschaft mit dem wasser hielten die Teilnehmer nicht von weiteren Versuchen ab.

Am Ende standen dann vier Poloboote im Schwimmerbereich des Horber Neckarbades für die Werkrealschüler zur Verfügung und die Warteschlange wurde immer größer. Sicherlich wird es daher eine Wiederholung der Aktion im Frühjahr geben. Solange die Polospieler des ASV Horb nicht wieder draußen trainieren, stehen die Boote im Hallenbad zur Verfügung.