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Freudenstadt Ein Wechselbad musikalischer Stile

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Unüberhörbar streifte Bernd Rinser (links) mit seiner "RootsRockBand" musikalisch durch den Süden der Vereinigten Staaten. Foto: Schwarzwälder-Bote

Welch ein musikalischer Kontrast am Wochenende bei der Kultur am Dobel im Stadthaus: zwei Abende mit Konzerten, wie sie gegensätzlicher kaum sein können.

Freudenstadt. Erst ein Auftritt der "RootsRockBand" von Bernd Rinser, und zwei Tage später ein Musikprojekt mit dem Quartett "Fiddles & Feet". Die Abstimmung mit Füßen fiel eindeutig zu Gunsten der "Irish Folk Music mit Stepdance" aus.

Bernd Rinser, ein Tausendsassa an Instrumenten – nachgewiesen nicht nur an mehr als einem halben Dutzend Gitarren – konzertierte im Verein mit dem Lead-Gitarristen Christoph John und dem Elektro-Bassisten Bernhard Schönke. Was das Trio auf die Bühne brachte, waren musikalische Walkabouts durch den Süden der Vereinigten Staaten, technisch über jeden Zweifel erhaben und gespickt mir Rinsers Eigenkompositionen.

Die "RootsRockBand" präsentierte sich überwiegend mit hartem Beat und Lautstärke bis an die Schmerzgrenze. Und dies mit der Botschaft: "Aus Zitronen des Lebens leckere Limonade machen". Da steckt ein erkleckliches Maß an Gesellschaftskritik drin, und zwar nicht nur im Appell "zur Befreiung aus der selbst gewählten Sklaverei der modernen Medien". Die Rockband spielt nicht nur ihre Musik, sie lebt sie durch und durch. Auch mit Songs der Hoffnung und Reminiszenzen an Johnny Cash, Hank Williams oder Woody Guthrie. Eigenständigkeit in Form und Inhalt ist es, was den "Großmeister des Folk und Blues" in Fan-Kreisen zur Ikone reifen ließ.

Szenenwechsel: International gibt sich das Projekt "Fiddles & Feet" mit Gudrun Walther, Jürgen Treyz, Oisin Mac Diarmada und Samantha Harvey. Irische Volksmusik, unterlegt mit Stepptanz, ist ihr Programm. Die musikalischen Multiplikatoren, teilweise keine Unbekannten bei Kultur am Dobel, traten als lose Formation im Rahmen eines Workshops auf.

Dementsprechend fehlt ihnen formal noch ein Markenzeichen. Gudrun Walther, Frontfrau bei "Cara", verbreitete mit ihrer unkomplizierten, verbindlichen Art auch gleich Wohlfühlatmosphäre im dicht besetzten Schweizersaal.

"Viel Spontanes, wenig im Vorhinein Arrangiertes" versprach sie und ermunterte das Publikum zum Mitmachen. Das ließ sich nicht zwei Mal bitten, klatschte rhythmisch mit und verteilte großzügig Zwischenapplaus und Lorbeerkränze am Schluss.

Tatsächlich schaffte es die sympathische Truppe spielerisch, dem Abend einen ganz besonderen Stempel aufzudrücken. Das lag zum einen an den "Teufelsgeigern" Gudrun Walther und Oisin Mac Diarmada, einem waschechten Iren, zum anderen an der aparten amerikanischen Pianistin und Tänzerin Samantha Harvey, die das Publikum mit ihren wirbelnden Beinen zu Beifallsstürmen hinriss.

Jürgen Treyz verrichtete seine perfekte Arbeit an der Gitarre zurückhaltend, aber unüberhörbar. Gudrun Walther ließ aufhorchen mit kristallklarem Timbre, sang unter anderem von Freud’ und Leid der Liebe. Ein irisch-gälisches Kinderlied verzückte die Besucher ebenso wie ein Lied von einer "starken Frau", sprich einem schlauen Mädchen, das Piraten mit List übertölpelt.

Nach zwei Stunden und den obligatorischen Zugaben endete ein künstlerisch vollkommenes Konzert, mit dem auch das besondere Lebensgefühl der Inselbewohner transportiert wurde.

 
 

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