Freudenstadt "Das Spiel des Lebens hat viel Spaß gemacht"

Schwarzwälder-Bote, 05.07.2012 19:00 Uhr

Von Dennis BreisingerMit 0:11 gab es für den Bezirksliga-Aufsteiger SV Wachendorf im "Spiel eures Lebens" gegen den Drittligisten Karlsruher SC wie erwartet eine hohe Niederlage.

Aber im Benefizspiel, dessen Einnahmen an die Kinderkrebsklinik Karlsruhe gingen und das auf Grund des Sieges des SV Wachendorf bei einem Videowettbewerb des Hauptsponsors der Karlsruher Markisen Klaiber zustande kam, sollte das Ergebnis zweitrangig sein. "Das Spiel war ein Erlebnis und hat Spaß gemacht", meint der scheidende Spielertrainer Erkin Kaptan, der zukünftig nur noch als Spieler aktiv sein wird.

"Wir haben in der ersten Halbzeit, in der wir nur 0:3 zurücklagen, sehr ordentlich gespielt, aber in der zweiten Halbzeit bauten wir dann spielerisch und auch konditionell sehr ab", gibt Kaptan eine zutreffende Analyse des Spiels.

"Mit dem 0:1 durch einen Freistoß und dem 0:3 durch einen Elfmeter sind zwei Tore nach Standardsituationen gefallen. Mit viel Glück hätte es nur 1:0 für den KSC zur Halbzeit gestanden In der zweiten Halbzeit wurden dann auch Spieler eingesetzt, die sonst fast nie zum Einsatz kommen", ergänzt Spieler Daniel Döffinger., der die Idee hatte, sich für das Spiel zu bewerben.

Die größte Chance der Wachendorfer zum Ehrentreffer hatte der Spielertrainer Kaptan in der 78.Minute, als er einen Foulelfmeter an die Latte schoss. "Ich hätte das Tor gerne gemacht, aber auf einmal sah das Tor so klein und der KSC-Torhüter Dirk Orlishausen so groß aus", gibt Kaptan einen Einblick in das Seelenleben unmittelbar vor dem Strafstoß. "Erkin hat bereits unsere letzten beiden Elfmeter verschossen, aber er wollte es sich nicht nehmen lassen und trat wieder an. Aber das ist schon okay so", findet KSC-Fan Döffinger.

Neben dem Elfmeter, und einem Torschuss von Tobias Kaufeld in der 45.Minute war offensiv von den Wachendorfern erwartungsgemäß wenig zu sehen. Dafür machte ein anderer mehr als nachhaltig auf sich aufmerksam. Der in der ersten Halbzeit spielende Torhüter Tobias Knöll zeigte einige Glanzparaden.

Ganz anders natürlich der Drittligist aus Karlsruhe, bei dem vor allem, der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Hakan Calhanoglu zeigte, warum er vor von der halben Bundesliga gejagt wird, wobei der SV Werder Bremen im Moment die besten Karten zu haben scheint. "Calhanoglu war richtig stark, er war der Fixpunkt des Spiels, ein schneller und technisch hervorragender Spieler", zeigte sich Döffinger ganz angetan vom 18-Jährigen, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird.

Aber auch Stürmer Karim Benyamina, der mitunter aber zu leichtfertig mit seinen Großchancen umging und Spielmacher Selcuk Alibaz spielten sehr auffällig.

Generell zeigten die Karlsruher, für die laut Manager Oliver Kreuzer "der Abstieg ein Betriebsunfall war und der sofortige Wiederaufstieg angestrebt wird", eine schön anzusehende Mischung von gelungenen Einzelaktionen und schönen Spielzügen. "Der KSC hat teilweise richtig guten Fußball gezeigt", meint der erste Vorsitzende des SV Wachendorf Horst Seifer.

"Das Spiel war eine gelungene Veranstaltung und ein schönes Event", zieht der ehemalige zweite Vorsitzende des Vereins und jetzige Ehrenmitglied Ewald Schmid ein positives Fazit der Veranstaltung.

"Im Vorfeld hatten wir doch etwas Bedenken, ob bezüglich der Versorgung und Betreuung alles glatt läuft, aber es lief alles besser wie erwartet", pflichtet ein erleichterter Daniel Döffinger ihm bei. "Die Karlsruher waren alle sehr freundlich und waren sehr angenehme Leute", meint Seifer.

Positiv angetan war auch Döffinger von den Spielern und Verantwortlichen des KSC. "Trainer Markus Kauczinski hat sich bei uns sofort mit, ich bin der Markus, vorgestellt", gibt Döffinger ein positives Beispiel. "Ich glaube, der KSC hat sich bei uns wohlgefühlt", meint er. "Und der KSC war mit der Organisation des SV Wachendorf sehr zufrieden", führt Seifer fort.

" Sehr positiv" hat laut dem ersten Vorsitzenden des SV Wachendorf auch der "das Spiel eures Lebens" ausrichtende Hauptsponsor des Karlsruher SC, Markisen Klaiber das Spiel eingeschätzt. "Unsere Organisation war klasse", bekam Seifer als erstes Feedback von der Firma. Über 900 Zuschauer haben das Spiel besucht. "Mit dem Zuschauerzuspruch sind wir schwer zufrieden", meint der erste Vorsitzende.

Großes Lob bekamen daher die Verantwortlichen vom SV Wachendorf vom Drittligisten für die gute und idyllisch gelegene Sportanlage. "Wir kommen gerne einmal wieder". meinte der KSC-Manager Oliver Kreuzer nach dem Spiel. Vielleicht nimmt man ihn beim Wort.

 
 
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