
Von Petra Haubold
u Durch höchste Gefilde der Rock- und Bluesmusik glitt die Band Blues Culture mit Abi Wallenstein, Martin Röttger und Steve Baker bei ihrem Gastspiel bei Kultur am Dobel in Freudenstadt.Für die einen war es eine vergnügliche Zeitreise in die eigene Vergangenheit, für die anderen einfach nur ein tolles Konzert mit alter, guter Musik: Rund 100 Besucher aller Altersstufen erlebten Blues, Boogie- und Rockrhythmen vom Feinsten. Zusammen mit seinen langjährigen Weggefährten Martin Röttger und Steve Baker enterte der Hamburger Blues-Sänger Abi Wallenstein die Bühne im Gasthaus Dobel und entfesselte einen musikalischen Sturm: Tiefer Südstaaten-Blues, wilder Boogie und schräger Rock versetzten die Gäste in Euphorie. Einen Höhepunkt in der Veranstaltungsreihe hatte Joachim Wolf vom Verein "Kultur am Dobel" angekündigt. Und tatsächlich, man konnte sich der Macht dieser Musik nicht entziehen. Die Gäste saßen eng in der prall gefüllten Gaststätte, als das Trio mit "Leaving to stay" den Blues verbreitete. Bei dem fast dreistündigen Konzert boten die Musiker einen bunten Mix aus Oldies, Jazz und Bluesklängen. Dabei wechselten sie auch mal zum flotten Boogie, oder zur beseelten Country-Ballade. Neben Songs wie "Alabama" und "Silver City" kamen auch Titel wie "True love of my life" oder "Suzy Q" durch den herausragenden Gesang von Abi Wallenstein beim Publikum gut an. Dazu brachte er das Publikum mit seinem Finger-Picking mehrfach ins Staunen. Jeder der Musiker beeindruckte mit tollen Soli. Immer wieder Szenenapplaus bekam Steve Baker an der Mundharmonika, der zu den einflussreichsten Spielern der Mundharmonika-Szene gehört.
Auch Martin Röttger am Cajon gab bisweilen solistisch die musikalische Marschrichtung vor und bekam wahre Beifallsstürme für seine stilsichere Vielfalt. Neben den vielen Eigenkompositionen ging es auch authentisch durch die Blues-Geschichte: Da gab es den Delta-Blues und die Klassiker von John Lee Hooker ebenso wie den Bluesrock der Rolling Stones.