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Freudenstadt Auf zwei Etagen pulsiert das Leben

(ga), vom 07.02.2012 00:04 Uhr
Die Kleinkindbetreuung hat im Familien-Zentrum einen hohen Stellenwert. Foto: Adrian
Die Kleinkindbetreuung hat im Familien-Zentrum einen hohen Stellenwert. Foto: Adrian

Freudenstadt - Den Abschluss der Umbau- und Renovierungsarbeiten feiert das Mehrgenerationenhaus Familien-Zentrum Freudenstadt verbunden mit dem 20-jährigen Bestehen der Einrichtung am kommenden Samstag mit einem Tag der offenen Tür.Neben mehrsprachigen Führungen durch das Gebäude in der Reichsstraße 16 und Filmvorführungen für die Erwachsenen gibt es für die Gäste am Samstag, 11. Februar, von 14.30 bis 17.30 Uhr ein abwechslungsreiches Kinderprogramm sowie Mitmachlieder mit Liedermacher Hans Spielmann und türkische Folkloredarbietungen. Ein reichhaltiges Büfett erwartet zudem die Besucher des Familiennachmittags.

Die 20-jährige Geschichte des Familien-Zentrums (FZF) in Freudenstadt ist eine Erfolgsgeschichte. 1991 gründete eine Schar ehrenamtlich engagierter Frauen die Einrichtung, die heute im sozialen Gefüge der Stadt Freudenstadt und weit darüber hinaus eine wichtige Stellung einnimmt.

Das Familien-Zentrum wird bis heute ehrenamtlich geleitet und finanziert sich zu einem wesentlichen Teil aus Spenden. 47 unbezahlte und 18 fest angestellte Mitarbeiterinnen kümmern sich täglich um das Wohl von Kindern, Familien, aber auch älteren Menschen. Das Haus hat Angebote für alle, beginnend mit der Krabbelgruppe bis hin zur Erlebnispädagogik. Mütter und Väter finden Ansprechpartner und Hilfe für viele Bereiche des Lebens. Das Café Pfiffikus ist der Kommunikations-Mittelpunkt des Familien-Zentrums.

1997 bezog das FZF das Gebäude in der Reichsstraße 16. Im vergangenen Jahr konnte der Verein das Haus kaufen. Das Erdgeschoss, das vom Familien-Zentrum bislang angemietet war, reichte für die vielfältigen Angebote schon lange nicht mehr aus. Deshalb wurde seit dem Erwerb des Hauses unermüdlich von vielen freiwilligen Helfern und Handwerkern, umgebaut und renoviert. Der laufende Betrieb konnte während der gesamten Bauzeit aufrecht erhalten werden. Die Räume wurden barrierefrei gestaltet, auch ein behindertengerechter Aufzug wurde eingebaut.

In einem späteren Bauabschnitt werden noch der Garten und der Außenspielbereich umgestaltet. Das Leben pulsiert nun auf zwei Etagen im Familien-Zentrum. Die beiden oberen Stockwerke sind noch vermietet.

Im Lauf der Jahre entstand in der Reichsstraße ein lebendiger, generationenübergreifender und interkultureller Ort des sozialen Miteinanders. Unterschiedliche Kulturen begegnen sich ebenfalls im Familien-Zentrum.

Die Betreuung von Kleinkindern hat in jüngster Zeit im Familien-Zentrum Freudenstadt eine besondere Bedeutung erhalten.

36 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren können in der Kinderkrippe und in Spielgruppen betreut werden. Die Stadt und der Landkreis unterstützen dieses Angebot finanziell. Lesepaten stehen den älteren Kindern ehrenamtlich zur Seite und fördern ihre sprachlichen Kompetenzen. Groß ist das Engagement auch für ausländische Mitbürger. "Alle sitzen an einem Tisch", so sieht es das Mehrgenerationenprogramm vor.

Das Freudenstädter Familien-Zentrum und Mehrgenerationenhaus ist schon vielfach für seine Leistungen und Angebote ausgezeichnet worden. Die frühere Familienministerin Ursula von der Leyen ernannte im Jahr 2007 das FZF zum Mehrgenerationenhaus.

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