Freudenstadt Als letztes kommt die Orgel dran

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Dekan Markus Ziegler zeigt das Innere der Taborkirche, die derzeit renoviert wird. Im Hintergrund ist der Altarraum und das Wandgemälde zu sehen. Fotos: Adrian Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Gabriele Adrian

Bischof Gebhard Fürst wird am 26. Juni bei einem Gottesdienst die Altarweihe zelebrieren und die Taborkirche damit wieder für die Gläubigen öffnen.

Freudenstadt. Bei einem Rundgang durch die Kirche erläuterte Dekan Markus Ziegler den Fortschritt der Renovierung. Es ist noch nicht lange her, dass das riesige Gerüst, das an allen Wände im Innern stand, verschwunden ist. Imponierend ist der Blick zur Kirchendecke. Die vorherige Deckenkonstruktion ist entfernt worden und hervorgekommen ist die ursprüngliche Kassettendecke, die in ihren Originalfarben gestrichen wurde. Die Holzverschalung ist blau gemalt, die Querbalken haben ein sanftes Rotbraun, und die Längsbalken kontrastieren in hellem Gelb.

Die Entfernung der alten Decke werde eine wesentlich bessere Akustik zur Folge haben, versicherte Ziegler. Auch der Kantor und die Kirchenbesucher würden sich darüber freuen. Einige Handwerker haben schon ihre Arbeit erledigt, aber vieles muss noch getan werden. Die Wände sind ausgebessert, Leitungen wurden verlegt, der Putz ist erneuert, und der komplette Kirchenraum ist mit frischer Farbe versehen worden.

Der Bau der Heizung ist in vollem Gange. Sie war übrigens der Grund, weshalb sofort renoviert werden musste. Denn die alte Heizung hätte den Winter wohl nicht mehr überstanden. Eine Warmwasser-Fußbodenheizung ist für die Grundwärme, die bei zwölf Grad liegen wird, vorgesehen. Mit der Zufuhr von Warmluft kann die Kirche kurzfristig auf erforderliche Temperaturen aufgeheizt werden.

Der Fußboden ist als nächstes an der Reihe. Er wird mit hellen Kunststeinplatten in Solnhofer-Optik verlegt, der Innenraum soll dadurch deutlich heller und freundlicher werden. Noch sind die alten Kirchenbänke ausgelagert. Zunächst hatte man angenommen, sie stammten noch aus den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts und stünden unter Denkmalschutz. Mittlerweile sind aber Experten der Meinung, sie könnten jüngeren Datums sein, dann stünde neuen Bänken nichts im Wege. Die Restaurierung der alten wäre zudem aufwendig und teuer geworden.

Beeindruckend ist der Aufgang zum sorgfältig und mit großem Aufwand gereinigten Altarbild, das die Verklärung Christi am Berg Tabor darstellt, gemalt von der Künstlerin Maria Hiller-Foell aus Stuttgart. Der Besucher erhält durch zusätzlich eingesetzte Stufen den Eindruck, als steige er selbst zum Berg Tabor empor, erläuterte der Dekan.

Über alle Detailfragen bei der Renovierung entschieden neben dem Dekan und dem Bischof Mitglieder des Kirchengemeinderats und der dessen Bauausschuss. Dessen Vorsitzender ist Wilfried Niesner. Auch wird bei den Entscheidungen der Denkmalschutz Karlsruhe eingebunden.

Für die Gestaltung des Altarraums wurden die Entwürfe des Bildhauers Gerhard Nerowski aus Nürnberg ausgewählt. Altar, Taufstein, Lesepult und Tabernakel, angefertigt aus Jurakalk und emaillierten Kupferplatten, sollen sich harmonisch dem Gesamtbild anpassen.

Die Entscheidung, wie der Kreuzweg mit seinen zwölf Stationen aussehen soll, wird erst nach Fertigstellung der Kirche erfolgen, um eine in sich geschlossene Einheit zu gewährleisten.

Als letztes wird die Rieger-Orgel geputzt und renoviert. Dann wird auch die Ausdehnung der Tonhöhe auf 32 Fuß möglich sein, eine weitere Verbesserung der ohnehin schon großen Qualität der Orgel, für die der Taborchor und die "Freunde der Musik in der Taborkirche" schon lange gespart haben. Dies kann aber erst geschehen, wenn wirklich alles fertig ist. Spätestens zu Weihnachten soll die Orgel in voller Schönheit erklingen.

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