
Freudenstadt. Mehr als 2000 Unterschriften für die Standorterhaltung des Freibads Langenwaldsee haben die Freunde des Langenwaldseebads, unter ihnen Anneliese Klingler und Ellen Funk, bei einer Bürgersprechstunde an Oberbürgermeister Julian Osswald überreicht.Der Gruppe geht es um "die Notwendigkeit eines Naherholungsgebiets mit einer guten Anbindung an die Stadt", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Das Freibad Langenwaldsee musste aufgrund großer Schäden und eines enormen Investitionsstaus geschlossen werden. Nun wollen Stadt und Gemeinderat eine neue Konzeption erarbeiten. Dabei geht es auch um den neuen Standort für das künftige Freudenstädter Freibad. Im Gespräch ist unter anderem das Panorama-Bad, aber auch ein Erhalt des bisherigen Standorts wird vor allem von den bisherigen Nutzern des Freibads Langenwaldsee diskutiert.
In den vergangenen Wochen hatten die Freunde des Freibads Langenwaldsee nicht nur Unterschriften, sondern auch Ideen und Vorschläge gesammelt, wie es mit dem Freibad weitergehen könnte. Diese wurden in eine Liste eingearbeitet, die, wie die Gruppe mitteilt, Vertreter aller Fraktionen im Gemeinderat Freudenstadt Oberbürgermeister Osswald übergaben. Die Liste enthält Wünsche und Anliegen der Bürger, inklusive der im Jugendforum erarbeiteten Vorschläge, hinsichtlich des neuen Freibads, "das Attraktivität, Sport und ansprechende Gastronomie" verbinden soll. Die praktische Umsetzbarkeit der Vorschläge sei durch einen detaillierten Plan deutlich gemacht worden, wie es in der Pressemitteilung heißt.
"Ziel der Gruppe ist es, dieses Juwel an seinem unvergleichlichen Standort zu erhalten, das nun schon seit fast 90 Jahren zu Freudenstadt gehört." Dass dies bei der angespannten wirtschaftlichen Lage der Freudenstädter Haushaltskasse nicht einfach sei, habe Oberbürgermeister Osswald sehr deutlich gemacht und sei von der Gruppe auch so verstanden worden. "Die Gruppe ist sich der angespannten Lage bewusst und wird sich trotzdem weiterhin für den Erhalt des Langenwaldseebads einsetzen."
"Die Unterschriften werden den Weg in das weitere Verfahren finden", kündigte Osswald an. Im März würden die weiteren Schritte eingeleitet, die er allerdings erst mit dem Gemeinderat abstimmen müsse. Osswald könnte sich ein neutrales Gutachten als Entscheidungshilfe vorstellen. Dabei geht es nicht nur um die notwendigen Investitionen für das neue Freibad, sondern auch um die anstehenden Sanierungsarbeiten im Panorama-Bad, einem möglichen Standort für das neue Freibad. Wenn am Schluss des Entscheidungsprozesses der bisherige Standort des Langenwaldseebads stehe, sei das für ihn aber auch kein Problem, betonte Osswald. "Mir ist die Diskussion momentan viel zu emotional besetzt", so Osswald. "Ich sehe meine Aufgabe darin, die Fakten auf den Tisch zu legen und dann einen Vorschlag zu unterbreiten, der meiner Ansicht nach das Bes-te für die Stadt ist." Dabei sei es ihm wichtig, so viele Bürger wie möglich in den Entscheidungsprozess miteinzubinden.
Die Freunde des Langenwaldseebads kündigten unterdessen an, die Unterschriftenaktion für den Verbleib des Bads weiterzuführen. Ideen und Anregungen seien willkommen.
Weitere Informationen: Anneliese Klingler, Telefon 07441/8 33 54, Ellen Funk, Telefon 07441/63 40