Fluorn-Winzeln Diskussionen wegen Ruhezeiten

Schwarzwälder-Bote, 01.04.2012 19:00 Uhr

Von Emil Moosmann

Fluorn-Winzeln. Eigentlich wollte Bürgermeister Bernhard Tjaden über die Ruhezeit der Reihengräber auf dem Friedhof Fluorn hinter verschlossenen Türen beraten.

Doch weit gefehlt: Gemeinderätin Daniela Ruf und Gemeinderat Manfred Kaufmann machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Sie stellten den Antrag, "im Sinne des öffentliches Interesses", das Thema auch vor Publikum zu diskutieren.

Das Gremium und die Verwaltung stimmten diesem Vorschlag dann auch zu.

Die Ruhezeit der Gräber im oberen, alten Teil des Friedhofes Fluorn wie auch bei einem Teil auf dem neuen Friedhof sei nach 20 Jahren abgelaufen, lautete die Information. Die Grabanlieger seien von der Verwaltung angeschrieben worden, die Gräber bis zum 30. April abzuräumen.

Kaufmann sagte, er und Daniela Ruf sähen es als sinnvoll an, die Gräber auf dem alten Teil nach rund 25 Jahren auch abzuräumen. Ganz und gar nicht anfreunden könnten sie sich jedoch damit, die Gräber auf dem unteren Teil aufzulösen, wenn die Ruhezeit im Jahre 2011 abgelaufen sei. Mehrere Grabanlieger seien auf sie zugekommen, um sich für den Erhalt der Gräber für mindestens weitere drei Jahre einzusetzen.

Hauptamtsleiter Siegfried Blessing meinte, wenn man nach der Friedhofsatzung gehe, sei die Ruhezeit nach 20 Jahren bei Reihengräbern abgelaufen. Verlängere man die Ruhezeit bei Reihengräbern und ignoriere die Satzung, ergebe sich ein Präzedenzfall. Bei Wahlgräbern würden nach 20 Jahren Gebühren erhoben. Letztlich einigte sich das Gremium, die Ruhezeit im neuen Teil um drei Jahre zu verlängern. Dies in der Gewissheit, sich in vier Jahren mit der Problematik erneut beschäftigen zu müssen.

 
 
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